Memmingen
«Epochaler Neubau» beim Weltmarktführer

«Wir sind sehr stolz, einen Weltmarktführer in Memmingen zu haben», hat Gerhard Pfeifer gestern über die Firma Goldhofer gesagt. Der Vorsitzende der Regionalversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) war einer der Festredner bei der Einweihungsfeier von drei «epochalen Neubauten», wie Pfeifer sich ausdrückte. Es handelt sich dabei um zwei Hallen (4000 und 1000 Quadratmeter) sowie um ein Verwaltungsgebäude.

Vorstandsvorsitzender Stefan Fuchs sagte, dass das weltweit bekannte Transportfahrzeug-Unternehmen zum 31. Juli 2009 sein bislang bestes Geschäftsjahr abschließe. Der Umsatz der Aktiengesellschaft sei auf rund 240 Millionen Euro gesteigert worden, freute sich Fuchs. Das Traditionsunternehmen sei schuldenfrei und verfüge derzeit über ein Eigenkapital in Höhe von 40 Millionen Euro.

Keine Kurzarbeit

Nicht ohne Stolz erwähnte der Vorsitzende des Goldhofer-Vorstandes, dass die Firma nach wie vor ohne Kurzarbeit auskomme. Der Belegschaft gehören laut Fuchs derzeit 850 Mitarbeiter an, 180 von ihnen seien Leiharbeiter. Die weltweite Krise habe freilich auch bei Goldhofer ihre Spuren hinterlassen, räumte Fuchs ein: «Nächstes Jahr werden wir wohl etwas runterfahren müssen.

Aber dann wollen wir konsolidiert in die nächste Wachstumsphase durchstarten.» Wenn er zu einem Flug starte, sagte Landtagsabgeordneter Josef Miller, zeige er immer stolz mit dem Finger aus dem Fenster des Flugzeugs und sage zu seinen Sitznachbarn: «Ich komme von da, wo auch die Firma herkommt, die diese Flugzeugschlepper baut.» Zu Karoline Goldhofer-Prützel sagte er: «Sie haben, aufbauend auf dem Werk Ihres Gatten, das Unternehmen an die Weltspitze geführt, es zu einem deutschen Vorzeigebetrieb gemacht und schwäbische Wirtschaftsgeschichte geschrieben.»

Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger gestand: «Es freut einen, wenn man in der Weltgeschichte unterwegs ist und überall den Namen Goldhofer sieht.» Der OB erinnerte an die ersten Weichenstellungen für die Neubauten: In den achtziger Jahren habe die Stadt bereits alles dafür unternommen, eine bestehende Straße zu verlegen, damit Goldhofer expandieren könne. Welchen Weg das Unternehmen seither eingeschlagen hat, wurde den Festgästen bei einer Fahrzeug-Vorführung verdeutlicht: Darunter befanden sich der weltweit längste Tieflader mit zehn Achsen und der größte Flugzeugschlepper der Welt mit 1360 PS. Dieser wird für den Airbus A380 verwendet.

Die Dekane Kurt Kräß und Siegbert Schindele segneten die neuen Gebäude.

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