Fachkräftemangel gefährdet den Restart
Entwicklung am Arbeitsmarkt bringt viele Unternehmen im Reise- und Gastgewerbe in Bedrängnis

Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt bringt viele Unternehmen im Reise- und Gastgewerbe in Bedrängnis. (Symbolbild)
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  • hochgeladen von Julian Hartmann

Die bayerisch-schwäbische Wirtschaft ist auf Erholungskurs. Auch die vom Lockdown besonders stark betroffenen Branchen wie das Reise- und Gastgewerbe oder Teile des stationären Einzelhandels dürfen wieder Gäste und Kunden begrüßen. Doch leiden nun auch immer mehr Unternehmen der Corona-Branchen unter dem Mangel an Fachkräften. „Der Arbeitsmarkt im bayerisch-schwäbischen Gastgewerbe ist momentan sehr angespannt“ stellt Ulrike Weber, Leiterin Branchenservice bei der IHK Schwaben, angesichts der heutigen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit fest.

Der Fachkräftemangel stellt für jedes zweite Unternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleistungen ein Risiko dar, Tendenz steigen. So lautete ein zentrales Ergebnis der IHK-Konjunkturumfrage Frühjahr 2021. Nun, rund zwei Monate später, ist das Problem auch in den im Frühjahr noch geschlossenen Branchen angekommen. „Viele Mitarbeiter haben sich während des langen Lockdowns in anderen Branchen eine neue Perspektive gesucht und dort auch gefunden. Besonders groß sind die Herausforderungen für unsere Saison- und für die vielen Gastronomiebetriebe, die oft auch auf viele Aushilfen angewiesen sind“, erläutert Weber die Probleme der Branche beim Restart.

Die rund 2.500 Beherbergungs- und 6.000 Gastronomiebetriebe in Bayerisch-Schwaben sind ein unverändert wichtiger Arbeitgeber in der Region. Fast 30.000 Menschen finden hier ihr Auskommen. Und rund 1.500 junge Menschen einen Ausbildungsplatz. Umso wichtiger ist es daher aus Sicht der IHK Schwaben, die Attraktivität der Branche auch im Sommer 2021 zu betonen und auf die Zukunftschancen hinzuweisen. Weber abschließend: „Auch im Urlaubsland Bayern nimmt das bayerisch-schwäbische Reise- und Gastgewerbe eine herausragende Position ein. Die Menschen, oftmals aus Deutschland selbst, suchen nach Erholung in unserer Region. Die Branche hat Zukunft, für Ausbildung und Arbeit.“

Über die IHK Schwaben
Die IHK Schwaben vertritt im Regierungsbezirk Schwaben 140.000 Mitgliedsunternehmen aus den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistungen. Sie ist seit 1843 das Selbstverwaltungsorgan der bayerisch-schwäbischen Wirtschaft. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts berät sie Unternehmen, bündelt und vertritt deren Interessen und bildet Menschen in der Region aus und weiter. Sitz der IHK Schwaben ist Augsburg. Darüber hinaus gibt es acht Regionalbüros in Donauwörth, Dillingen, Günzburg, Kaufbeuren, Kempten, Lindau, Memmingen und Neu-Ulm. Ihr gewählter Präsident ist Dr. Andreas Kopton. Als Hauptgeschäftsführer fungiert Dr. Marc Lucassen.

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