Polizisnachdreh
Entlassung als Beamter droht

Missbrauch einer behinderten Frau, Kinderpornos auf dem Computer: Zu 13 Monaten Haft auf Bewährung und 1000 Euro Geldbuße ist Anfang Dezember ein 39 Jahre alter Polizist verurteilt worden. Wie berichtet, hatte der Mann nach Überzeugung des Gerichts das Vertrauen einer 22-jährigen behinderten Frau ausgenutzt, deren Fahrer er gewesen war. Neben den strafrechtlichen Folgen muss der seit einem Jahr suspendierte Beamte auch mit dienstrechtlichen Konsequenzen rechnen. Sind diese inzwischen ergangen? «Nein», heißt von der Pressestelle des Polizeipräsidiums.

Denn das Verfahren sei noch nicht rechtskräftig abgeschlossen. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung hätten Berufung eingelegt. Erst nach Abschluss der strafrechtlichen Seite komme es zum Disziplinarverfahren gegen einen Beamten. Bei einer Verurteilung ab einem Jahr Freiheitsstrafe sei normalerweise die «Entfernung aus dem Beamtendienst» vorgesehen. Zugleich verliere ein Beamter seine Versorgungsleistungen und könne auch später nicht wieder im Staatsdienst arbeiten.

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Allgäuer Zeitung aus Kempten

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