Kempten
Energiekosten enorm gesenkt

Um 63 Prozent gestiegen sind die Heizkosten der Stadt Kempten in den vergangenen acht Jahren. Und das, obwohl sich der Heizenergieverbrauch um rund ein Viertel verringert hat. Mit diesen Zahlen unterstrich der städtische Energiemanager Hans Räth wie wichtig es ist, weiter Energie zu sparen. Insgesamt seien die Kosten im Vergleich zu 2000 um 591000 Euro gesenkt worden, hob er in seinem Energiebericht 2008 vor dem Umweltausschuss hervor.

Die Jahrtausendwende dient als Bezugsjahr, weil damals der Startschuss für das städtische Energiemanagement mit zahlreichen Sparmaßnahmen fiel. Der Stromverbrauch ist seitdem insgesamt gleich geblieben. Auffällig ist laut Räth jedoch, dass er bei den Kindertagesstätten stieg. Das liege am immer größeren Angebot der Stadt. Reduziert wurde hingegen der Wasserverbrauch: Im Vergleich zu 2000 sparte die Stadt 13,2 Prozent.

Insgesamt bescheinigte Räth der Stadt erfreulichen Einsparungen, die eine deutliche Reduzierung der CO2-Emissionen mit sich brachten. Um über 35 Prozent auf 6654 Tonnen senkte Kempten im Vergleich zur Jahrtausendwende den CO2-Ausstoß seiner öffentlichen Gebäude.

Im Einzelnen zog der Energieberater folgende Vergleiche:

Heizenergie Mit den eingesparten 7160000 Kilowattstunden (kWh) könnten mehr als 477 Einfamilienhäuser mit einem Jahresverbrauch von je 15000 kWh ein Jahr lang beheizt werden.

Strom Gespart wurden hier 1538000 kWh. Damit wäre der Jahresverbrauch von 439 durchschnittlichen Einfamilienhäusern (3500 kWh pro Jahr) gedeckt.

Wasser/Abwasser Die Stadt hat 8700 Kubikmeter Wasser gespart. Damit könnten 43 Haushalte mit einem Jahresverbrauch von jeweils 200 Kubikmetern ein Jahr lang versorgt werden.

CO2 Die vermiedenen CO2-Emissionen entsprechen laut Räths Berechnungen dem Ausstoß von 894 Einfamilienhäusern.

Als «sehr gut» lobten die Stadträte Thomas Hartmann (Grüne), Richard Hiepp (CSU) und Dr. Philipp Jedelhauser (ÖDP) die Arbeit des Energiemanagers. Hartmann regte zudem an, nicht zwingend den Stromverbrauch zu senken, sondern mehr Strom aus regenerativen Energien zu gewinnen.

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