Altusried
Endlich wieder Hofer-Zeit

«Ihr Franzosen schießt schlecht», soll der Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer noch ausgerufen haben, bevor ihn Napoleons Soldaten am 20. Februar 1810 niederstreckten. 199 Jahre später spielt sich die tragische Szene auf den Tag genau erneut ab, denn Bühnenprobe für die Altusrieder Freilichtspiele 2009 ist angesagt.

Schon am Abend zuvor hat sich interessiertes Publikum im Altusrieder «Rössle»-Saal eingefunden. Denn am 19. Februar anno 1810 wurde Hofer von einem Militärgericht in Italien zum Tod verurteilt.

Trauermarsch schafft Gänsehaut

Beklemmende Stille macht sich breit, als der Volksheld (gespielt von Roland Wintergerst) des Hochverrats beschuldigt wird. Nach der Hinrichtungsszene spielt der Fanfarenzug den neu intonierten Trauermarsch. «Das ist Gänsehautmusik», raunt Musikchef Roland Klein.

«Wir haben die Möglichkeit ergriffen, diese historischen Szenen genau am geschichtlichen Datum zu spielen», sagt Regisseur Thomas Bayer. Er und Regieassistentin Johanna Mayer zeigen sich zufrieden mit den schauspielerischen Leistungen der Laiendarsteller. Wenngleich man an den Details noch feilen werde. Dafür ist Zeit, denn bis zur Premiere am 20. Juni gehen noch einige Monate ins Land.

Regisseur Bayer lobt Spieler

«Ab März sind täglich Proben angesagt», so Bayer. Archiv-Unterlagen in Innsbruck hat er gewälzt, sich «vollgesaugt» mit Hofer-Wissen, und das Stück völlig neu geschrieben. Jetzt ist der Regisseur gespannt auf die Proben unter freiem Himmel: Ab April werden die Darsteller auf der Freilichtbühne zugange sein. «Es ist eine Freude zu sehen, mit wie viel Spaß und Engagement die Altusrieder bei der Sache sind», ist der Marktoberdorfer begeistert von den Laienspielern.

«Es ist wieder Zeit für den Hofer.» Das sagt einer, der mitreden kann - Wolfgang Hutter. Bei den letzten Hoferspielen 1995 gab der Hüne den Tiroler Freiheitskämpfer. Jetzt verfolgt er das Bühnengeschehen als Zuschauer. Und ist sich mit dem Publikum einig: Die Altusrieder und der Hofer - das gehört zusammen wie Mozart und Wien.

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