Apfeltrang / Ruderatshofen
Endlich kommt der Radweg

Wer von Apfeltrang nach Kaufbeuren radelt oder läuft, kann das ab Herbst 2010 gefahrlos tun: Dann soll der 1,3 Kilometer lange Geh- und Radweg entlang der Kreisstraße «endlich gebaut sein», sagt Ruderatshofens Bürgermeister Johann Stich erleichtert: «Ich bin froh, dass jetzt der Weg frei ist für die Radwegverbindung Kaufbeuren Marktoberdorf.»

Das Projekt hat einen langen Bart: Nachdem im August 2004 ein erstes, 1070 Meter langes Stück auf Kaufbeurer Flur fertig gestellt war, sollte eigentlich gleich weitergebaut werden. Die Mittel dazu hatte das Landratsamt in den Kreishaushalt eingeplant. Auch vom Freistaat waren schon Zuschüsse für das zweite, 1,3 Kilometer lange Teilstück zugesagt. Sechs von neun Grundeigentümern waren bereit dazu, Land für den Radweg abzutreten.

An dreien scheiterte das Projekt aber vorerst. «Heuer konnten wir die Eigentümer aber überzeugen, dass der Weg wichtig ist», freut sich Wolfgang Kühnl vom Landratsamt, der die Verhandlungen leitete. Ein Besitzer habe auf Ersatzland bestanden; alle anderen hätten verkauft. «Es war unglücklich, dass der Weg an der Kreisgrenze endete. Die OAL 7 ist eine unheimlich stark befahrene Straße, auf der Autos und Lkw flott unterwegs sind», so Kühnl.

Wer auf der «gefährlichen Straße» radelt, «tut sich nichts Gutes», sagt Stich. Zumal das Verkehrsaufkommen noch steige.

Jetzt soll es schnell gehen: Stich wie Kühnl gehen von Baubeginn im Frühsommer und Fertigstellung im Herbst 2010 aus. Sie rechnen mit keinen größeren Problemen: Das Gelände ist eben, es finden sich weder große Einschnitte noch Bäche, die überbrückt werden müssen. «Es gibt dort keinen Moorboden. Wenn wir den Humus wegschieben, stoßen wir wahrscheinlich auf guten Kiesboden», so Kühnl.

Kosten soll das laut Kühnl günstige Bauprojekt «geschätzte» 212000 Euro. Er geht davon aus, dass der Freistaat davon 50 Prozent mit Fördermitteln übernimmt. «Den Rest teilen sich Landkreis und Gemeinde Ruderatshofen fifty-fifty.

» Dementsprechend geht auch Ruderatshofens Bürgermeister Stich von einem Kostenanteil von bis zu 50000 Euro für seine Kommune aus.

Langfristig hoffen Kreis wie Kommune auf einen durchgängigen Radweg zwischen «Kf» und «Mod» als Bindeglied zwischen zwei Städten. Um das touristische Potenzial auszuschöpfen, muss die Infrastruktur passen, sagt Stich, der auf den Elbsee, die «sehr guten Betriebe für Urlaub auf dem Bauernhof» sowie die örtliche Gastronomie inklusive zweier Privatbrauereien und einer Käserei verweist. «Wir haben sehr schöne Wander- und Radwege, etwa rund um den Elbsee: Die überörtliche Verbindung fehlt aber», sagt der Bürgermeister.

Eine Weiterführung des Radwegs von Apfeltrang nach Ruderatshofen hängt davon ab, ob die Ortsumgehung Ruderatshofen realisiert wird. «Wir stehen in Verhandlung mit den Grundstücksbesitzern», erklärt Kühnl dazu. Probleme macht auch das geplante Stück von Immenhofen nach Ennenhofen. «Da haben wir letztes Jahr im Zusammenhang mit der Fernwärmeleitung Grundstücksverhandlungen geführt, die nicht zum Erfolg führten», erinnert Kühnl: «Der Landkreis verfolgt die Planung aber weiter.» Zwischen Ruderatshofen und Immenhofen gibt es bereits einen Radweg.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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