Marktoberdorf
Eltern wollen auch beim Modeon eine Ampel

Seit zwei Monaten steht die Test-Ampel nahe der Jet-Tankstelle in der Kaufbeurener Straße. Das Ergebnis der Zählung per Druckknopf: «Es zeichnet sich ab, dass eine feste Ampel installiert wird», erklärte Josef Merk vom Staatlichen Bauamt in Kempten. Das wiederum lässt unter anderem Barbara Weißenbach vom Elternbeirat des Kindergartens St. Magnus nicht ruhen. Sie und andere Mitstreiter setzen sich dafür ein, dass möglichst auch in Höhe des Modeon eine Ampel aufgestellt wird.

Dieser Bereich gilt als gefährlich. Denn viele Bewohner vom Alsterberg gehen in Höhe des dortigen Supermarkts über die Straße zum Modeon, andere aus der Schwabenstraße nutzen den Weg zum Einkauf. Nur eine Querungshilfe soll derzeit für etwas Sicherheit sorgen. Weil die Straße dort sehr breit und abends nicht gut ausgeleuchtet ist, passierten in diesem Abschnitt im vergangenen Jahr innerhalb kurzer Zeit zwei tödliche Unfälle.

Die Adalbert-Stifter-Schule, weiß Barbara Weißenbach, hat Kindern verboten, dort die Straße zu überschreiten. Sie sollen die Unterführung beim Autohaus nutzen. «Daran halten sich die Kinder auch. Aber was ist in der Freizeit?» Sei es auf dem Weg zum FSV-Sportgelände oder einfach zum Spielplatz am Modeon: Kinder gingen lieber die Abkürzung. Und Erwachsene sowieso.

Nur: «Ohne Hilfe von Erwachsenen können Kinder dort nicht über die Straße. Sie können doch die Geschwindigkeit der Autos und vor allem der Laster gar nicht abschätzen.»

Weißenbachs Forderung, mit der sie nicht allein steht: «Man hätte die Test-Ampel doch auch mal bei uns aufstellen und dann die Zahlen vergleichen können.» Sie sieht nun kaum Chancen auf eine feste Ampel im Norden, unterstreicht aber zugleich die Notwendigkeit einer Ampel am südlichen Abzweiger Keltenstraße. Dort dürften die Alsterbergler froh sein. Denn die Forderung nach einer Ampel an dieser Stelle sei alt, berichtete Bürgermeister Werner Himmer. Wenn die Ampel errichtet wird, müsse die Stadt den Zuweg dorthin bauen, erklärte Josef Merk vom Staatlichen Bauamt.

«Sind unabhängig voneinander»

Gleichzeitig beruhigt er die Gemüter der Anwohner des nördlichen Alsterbergs. Wenn es dort größere Probleme gebe, sei eine Zählung - ob per Test-Ampel oder per Hand - durchaus möglich. Sollte das Ergebnis die Notwendigkeit einer Ampel belegen, könne auch dort eine gebaut werden. Voraussetzung: Die Entscheidungsträger stimmen zu und die Finanzierung ist gesichert. «Beide Übergänge muss man unabhängig voneinander beurteilen.»

Kurzfristig könnte ein Schülerlotsendienst dort für Abhilfe sorgen, schlug Himmer vor. Der ließe sich, falls nötig, bereits zum kommenden Schuljahr einrichten.

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