Memmingen
«Eltern spielen wichtige Rolle»

Auch bei der fünften Auflage der Memminger Ausbildungsmesse am Samstag, 17. Oktober, rechnen die Veranstalter vom Arbeitskreis Schule/Wirtschaft wieder mit mehreren Tausend Besuchern. Bereits im Vorfeld tauschten sich jetzt die Vorsitzenden des Arbeitskreises, Schulamtsdirektor Dr. Ansgar Batzner und Martina Zrile, Ausbildungsleiterin der Firma Magnet-Schultz, in einer Gesprächsrunde mit Berufsberatern, Lehrern, Elternbeiräten und Sozialarbeitern über die Ziele der Ausbildungsmesse aus.

Trotz Wirtschaftskrise seien die Aussichten für Jugendliche, die einen Ausbildungsplatz suchen, so gut wie lange nicht mehr. Erstmals gebe es heuer mehr offene Stellen (3526) als Bewerber (3253). Dennoch würden auch im nächsten Ausbildungsjahr wieder junge Menschen ohne Lehrvertrag dastehen. «Die Schere geht immer weiter auseinander», sagt etwa Willi Hoch, Elternbeirat an der Hauptschule Amendingen. «Die Schüler des M-Zugs kommen alle unter, von den anderen bleiben einige auf der Strecke.»

Dass aber auch gerade die Schwächeren eine Chance bekommen, wenn sie sich anstrengen, betont Zrile, die bei Magnet-Schultz die Lehrlinge mit aussucht: «Ich warte auf die Bewerbungen von Hauptschülern», sagt sie. «Denn nur die gesunde Mischung machts. Ich brauche auch Leute, die mir die Schaltschränke verdrahten.»

Neben allen Angeboten, vom gemeinsamen Schreiben einer Bewerbung in der Schule bis zur Berufsberatung oder Berufseinstiegshilfen, spielt aber nach Aussage aller am Gespräch Beteiligten die Unterstützung durch die Eltern eine ungeheuer wichtige Rolle: «Die Eltern dürfen und müssen uns ansprechen», sagt Zrile. «Auch auf der Ausbildungsmesse sollen sie die Kinder nicht einfach mit einem sag was vorschieben, das ist für die meisten ganz schlimm.» Ebenso will Berufsberater Günter Schwanghart die Eltern unbedingt im Boot haben. «Auf die Jugendlichen stürzt alles gleichzeitig ein, da wissen sie oft gar nicht mehr, was sie wollen.» Der gemeinsame Besuch der Ausbildungsmesse sei deshalb sehr wichtig.

Nicht zuletzt, um im direkten Kontakt mit Auszubildenden zu erfahren, dass Arbeiten nicht nur Frust ist, wie sie es bei den Eltern oft wahrnehmen, sondern auch Spaß machen kann.

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