Pädagogik
Elisabeth Magin wird die bisherige Linie weiterführen

«Die Schule ist mir wichtig», unterstreicht Elisabeth Magin, und fügt hinzu: «Herr Boch und ich haben eng zusammengearbeitet, wir waren uns in grundsätzlichen Dingen einig. Es ist mir wichtig, diesen Tenor weiterzuführen.» Das kann sie nun auch ganz offiziell: Seit 1. Dezember ist die 51-Jährige die neue Schulleiterin der Antonio-Huber-Schule in Lindenberg.

Seit 1988 wirkt sie an der Förderschule, erst als Lehrerin, später als Konrektorin - und nach dem plötzlichen Tod ihres Kollegen und Vorgängers Josef Boch im vergangenen Sommer als kommissarische Schulleiterin. Als die Stelle vergangenen Herbst ausgeschrieben wurde, habe sie sich angesichts der Umstände zunächst schon überlegt, ob sie sich wirklich bewerben solle. Sie hat. Deshalb sind die Zwischenzeugnisse, die es gestern an der Antonio-Huber-Schule gab, auch mit ihrem Namen versehen: Elisabeth Magin.

Etwa 200 Schüler

Vorerst leitet sie die zentrumsnah gelegene Schule mit ihren 15 Klassen (fast) allein. Einen Stellvertreter gibt es noch nicht. Doch zum Glück kann sie auf die 28 Lehrer zählen, die dort etwa 200 Schüler ab der ersten Klasse unterrichten. «Alle Kollegen unterstützen mich, wo sie können», freut sie sich.

Einer schreibe beispielsweise morgens immer den Vertretungsplan, um sie zu entlasten. «Das hat unser Kollegium schon immer ausgezeichnet.» Nur dadurch sei es beispielsweise möglich, Projekte wie jüngst die Skiwoche für die ganze Schule anzubieten, die eine willkommene Abwechslung zum Alltag geboten und den Mädchen und Buben sehr viel Spaß gemacht habe. «Einer hat gefragt, ob wir nicht noch um eine Woche verlängert können», sagt sie und lacht.

Zusammenarbeit im Gespräch

Doch nicht nur fröhliche Momente hat die Wintersportwoche beschert, sondern auch nachdenkliche. Ein Schüler hat die Schulleiterin beim Langlaufen gefragt, ob sie denn «den Herrn Boch» vermisse. Das zeigt, dass ihr beliebter Vorgänger immer noch präsent ist in der Antonio-Huber-Schule.

Nicht nur auf den mit schwarzer Schleife versehenen Fotos im Eingangsbereich, sondern auch in Gedanken.

Fachlich haben Elisabeth Magin zuletzt die Zwischenzeugnisse und das Erstellen der Lehrerbeurteilungen beschäftigt. Und auch die Planungen für das kommende Schuljahr laufen schon. Wie die 51-Jährige berichtet, gab und gibt es bereits Pläne und Vorgespräche für eine Kooperation mit der Grund- und Mittelschule. Diese sieht vor, dass Fachkräfte der Antonio-Huber-Schule dort in die ersten und fünften Klassen gehen und gezielt mit Schülern mit Förderbedarf arbeiten - ergänzend zum «normalen» Unterricht. Eine solche Zusammenarbeit gibt es bereits mit der Grundschule in Lindau-Reutin. Ob diese auch in Lindenberg zustande kommt, liegt allerdings nicht in der Hand von Elisabeth Magin. Das hängt davon ab, wie viele Lehrerstunden es gibt.

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