Elektrifizierung des Schienennetzes stellt keine Gefahr für Mitarbeiter des Betriebswerks dar

Bahn: Arbeitsplätze in Kempten sicher Kempten (johs). Sorgen um ihren Arbeitsplatz haben einige Mitarbeiter des Bahnbetriebswerkes in Kempten wegen der geplante Elektrifizierung der Bahnstrecke München-Memmingen-Lindau. Sie befürchten, dass im Zuge der Modernisierung der Strecke weniger Dieseltriebfahrzeuge im Regionalverkehr eingesetzt werden und somit weniger Aufträge für das Kemptener Werk übrig bleiben, in dem die Fahrzeuge gewartet und repariert werden. Die Deutsche Bahn teilte auf Anfrage mit, dass es in dieser Richtung 'keinerlei Überlegungen' gebe.

Eine Elektrifizierung der Bahnstrecke würde bedeuten, dass dort anstelle der bisher eingesetzten Dieseltriebfahrzeuge nur noch elektrische Triebwagen verkehren, teilte ein Mitarbeiter des Bahnbetriebswerkes in einem Schreiben an verschiedene Allgäuer Abgeordnete mit. Dies hätte zur Folge, dass rund 20 der 103 in Kempten gewarteten Dieseltriebfahrzeuge nicht mehr benötigt werden. Bis zu 40 Arbeitsplätze seien dann gefährdet. Zudem befürchtet er eine Verlagerung der Leistungen nach München oder Augsburg, da bei einer weiteren Reduzierung der Triebfahrzeuge in Kempten 'die Wirtschaftlichkeit des Werkes in Frage gestellt' werden könnte. Um die Situation abzuwenden, sei daher auch eine Elektrifizierung der Bahnstrecke Buchloe-Kempten notwendig. Dadurch könnten im Kemptener Werk elektrische Triebfahrzeuge beheimatet und wichtige Arbeitsplätze in der Region 'Allgäu' gesichert werden. Davon würden auch andere Betriebswerke wie etwa das S-Bahn Werk Steinhausen in München pofitieren, das von Kempten aus entlastet werden könnte.

Horst Staimer, Pressesprecher der Deutschen Bahn, hält die Befürchtungen der Mitarbeiter für 'reine Spekulation'. 'Erst einmal müssen die Politiker über die Elektrifizierung der Bahnstrecken entscheiden', sagt Staimer. Doch selbst wenn Kempten keine elektrifizierte Anbindung erhalte, seien die 105 Arbeitsplätze dort nicht in Gefahr. 'Das Allgäu ist groß und es werden dort auch weiterhin viele Dieseltriebfahrzeuge benötigt', so Staimer. Er könne es sich sogar vorstellen, dass das Kemptener Werk künftig als 'Spezialwerkstatt' für Dieseltriebwagen etabliert wird und weitere Aufträge aus dem Umland erhält.

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