Lindau / Westallgäu
Einladung an Russlanddeutsche

Eine bessere Integration von Russlanddeutschen und die Ergebnisse einer Sitzung aller bayerischen Ausländerbeiräte waren zwei Schwerpunkte bei der letzten Ausländerbeiratsitzung des Landkreises Lindau.

Der stellvertretende Vorsitzende Paola Mura und Beirat Michael Giftakis berichteten von der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Bayerns (AGABY) in Lindau. Mit Blick auf die zukünftige Zusammensetzung der Beiräte sowie der AGABY diskutierten die Delegierten über die weitere Öffnung der Beiräte für alle Migrantengruppen - unabhängig ihres rechtlichen Status, berichteten Mura und Giftakis.

Darüber entstand in der Folge eine rege Diskussion. Die Einbindung der Aussiedler klappe bislang oftmals nicht, obwohl sie noch größere Probleme hätten als Ausländer, etwa wegen Arbeitslosigkeit und Straffälligkeit. Viele von ihnen fühlten sich hier nicht wohl, und es gebe Probleme in den Schulen.

Schon lange würde die Vereinigung der Russlanddeutschen vergebens zu den Sitzungen des Ausländerbeirates eingeladen. «Junge Deutschrussen kommen sich hier fremder vor als Türken», bedauerte ein Teilnehmer. Man solle ihnen das Gefühl vermitteln, «dass sie dazugehören und ernst genommen werden». Beiratsvorsitzender Bülent Aydin brachte die Diskussion schließlich auf den Punkt: «Wenn die Russlanddeutschen es wollen, dann können sie hier mitmachen, und auf Wunsch kann man ihnen auch ein Stimmrecht geben.»

Auf ihrer Versammlung in Lindau sprachen sich die bayerischen Ausländerbeiräte für die Einführung des kommunalen Wahlrechts für alle hier lebenden Ausländer sowie die Abschaffung der menschenunwürdigen Unterbringung von Asylbewerbern in Gemeinschaftsunterkünften aus.

Tobias Walch vom Landratsamt Lindau stellte die Ergebnisse des Workshops «Wahlen 2010» vor. Schwerpunkte könnten bei der künftigen Ausländerbeiratsarbeit demnach sein: Interkulturelle Arbeit, Bildungsthemen, Jugendarbeit, Seniorenbereich, Migrantinnen und Vernetzung.

Der Ausländerbeirat könne auch in Migrations- oder Integrationsbeirat umbenannt werden, schloss Walch.

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