Kempten
«Einfach nur die Ideallinie finden»

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Mit 13 Jahren schon ein «Senior» sein? Ist so was möglich? Ja, ist es. Zumindest beim «Großen Preis von Thingers», wie sich dort das Seifenkistenrennen nennt. 22 Kinder bis zu zwölf Jahren (Junioren) fuhren gestern die rund 200 Meter lange Strecke zum Thingersplatz hinunter. Sechs weitere gehörten bereits zu den «Senioren» (ab 13 Jahren). Ein großer Spaß war die unfallfreie Veranstaltung jedoch für alle, und die 200 Zuschauer klatschten reichlich Beifall.

Bei seiner allerersten Fahrt mit der Seifenkiste schlotterten Zakaria (elf) schon noch etwas die Knie. Er war «nervös wie in den Anfangsminuten eines Fußballspiels». Schließlich könne man ja nur steuern und bremsen. Doch Runde zwei und drei habe er bereits «cool» gemeistert. Seiner Sache sicher war sich Stefan Jaskolka aus Durach. War er doch im Vorjahr beim ersten Seifenkistenrennen in Thingers gleich «Senioren»-Sieger geworden. «Man muss nach der kurzen Steilfahrt vom Startpodest einfach nur die Ideallinie finden», erklärte der stolze «Silberpfeil»-Pilot.

Fröhlich und selbstbewusst gingen Fabienne, Giovanna und Sina von den Seifenkisten-Freunden Allgäu zu Werke, die im Sommer fast jedes Wochenende im Einsatz sind. Entsprechend räumte der Verein in beiden Klassen vier Spitzenplätze ab. Immerhin, mit Jermyn Schneller dominierte ein Lokalmatador die «Senioren»-Klasse.

Hans-Peter Kalmuk (Arbeitskreis Stadtteilentwicklung Thingers) denkt weit über die Seifenkisten hinaus: «Oft erreichen wir Migranten-Eltern nur über den Nachwuchs für unsere integrativen Angebote.» Das Rennen hatte der AK mit Stadtjugendring und Kommunaler Jugendarbeit organisiert.

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