Füssen
Eineinhalb Mal um die Welt

Die Tage werden kürzer, die tief stehende Sonne hat nur noch wenig Kraft: Die Saison der Segelflieger ist vorbei. Immerhin können sich die Füssener Flieger an ein außergewöhnlich erfolgreiches Jahr erinnern: Legt man alle ihre Streckenflüge zusammen, würde das für eineinhalb Weltumrundungen reichen. Insgesamt 62500 Kilometer haben die Piloten mithilfe von Sonne und Wind zurückgelegt. Das sind rund 50 Prozent mehr als im Vorjahr.

Zu diesem Ergebnis trug auch bei, dass drei Piloten den Allgäuer Winter verließen, um in Südafrika und Namibia den Sommer der Südhalbkugel fliegerisch zu nutzen. Aber auch hierzulande wurde so viel geflogen wie noch nie. Der Luftsportverein Füssen liegt in der Vereinswertung bayernweit auf Rang 13 - als bester Allgäuer Verein. Mit Peter Szarafinski stellt er den besten der knapp 2000 bayerischen Streckenflieger. Andreas Gehne liegt dicht dahinter auf Rang vier. Begonnen hatte die Flugsaison freilich noch besser. Bis zur Jahresmitte waren die beiden Piloten gar deutschlandweit ganz vorn dabei. Doch dann ließ das Wetter sie im Stich. Während weiter im Norden ungewöhnlich große Strecken gelangen, hielten Regen und Wolken die Füssener Flieger am Boden fest.

Die längste Strecke von Füssen aus belief sich auf 800 Kilometer: Das bedeutet mehr als neun Stunden lang im engen Cockpit, jede Minute taktische Entscheidungen treffen, sicher abzuschätzen, wo wohl der nächste Aufwind steht und konzentriert Fliegen, um keinen Höhenmeter zu verschenken. Dabei jagten die Piloten ihre Maschinen in die Schweiz, nach Italien, Österreich und Slowenien.

Einer der aktivsten Piloten im Verein war Jan Glöckner. Der 16-jährige Lengenwanger, der erst im Sommer den Pilotenschein erhielt, absolvierte schon als Flugschüler größere Flüge und gilt als eines der großen Talente im Verein. Trotz seiner geringen Erfahrung platzierte er sich bereits im ersten Viertel der bayerischen Wertung.

Mit Mathias Kramkowski und Lukas Wagner nahmen zwei Flieger aus Füssen an der Qualifikation zur deutschen Juniorenmeisterschaft teil. Das Duo, das in einem Team flog, musste zu Anfang einen kräftigen Dämpfer verkraften. Eine frühe Außenlandung zu Beginn des Wettbewerbs warf sie in der Wertung nach hinten. Diesen Rückstand konnten sie trotz guter Tagesplatzierungen nicht aufholen, sodass sie die Qualifikation verpassten.

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