Neugablonz
Eine weitere Option für das Sanitätsdepot

Die Folgenutzung des leer stehenden Sanitätsdepots der Bundeswehr in Neugablonz ist nach wie vor offen. Wie berichtet, soll die 40000 Quadratemeter große Liegenschaft als «Gewerbepark Kaufbeuren-Neugablonz» verkauft werden. Die zuständige Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ist derzeit in Gesprächen mit potenziellen Investoren. Des Weiteren hatte es auch Ideen bei der Stadt gegeben, dass auf dem Areal bis zu zwei Hundertschaften der Polizei stationiert werden könnten.

Brief an Minister Hermann

Nun versucht Kaufbeurens Landtagsabgeordneter Bernhard Pohl (Freie Wähler) noch einen weiteren Dreh. Er schrieb einen Brief an den bayerischen Innenminister Joachim Hermann, wonach dieser erörtern möge, ob das Sanitätsdepot nicht auch dem Zentralen Psychologischen Dienst der Polizei angeboten werden könnte. Dieser veranstaltet so genannte «Paket-Trainings» (Polizeiliche Anti-Stress-Kommunikations- und Einschreitstrainings). Das könnte dazu führen, dass 60 bis 70 Ausbilder der Polizei dauerhaft nach Kaufbeuren kommen könnten. Pohl argumentierte gegenüber dem Innenminister, dass das Sanitätsdepot in gutem baulichen Zustand sei, strategisch günstig liege.

Der Zuschlag für Kaufbeuren sei schon deshalb gerecht, weil die Stadt nicht gerade mit Geld gesegnet ist - ist sie doch die steuerschwächste kreisfreie Stadt Bayerns.

Kontakte in München

«Ich könnte mir sogar vorstellen, dass in dem Sanitätsdepot sowohl die Hundertschaften als auch der Psychologische Dienst beheimatet sein könnten.» Pohl versuche, seine Kontaktmöglichkeiten als Abgeordneter in München zu nutzen, die Idee stamme aber von Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse, mit dem er hier an einem Strang ziehe.

Bosse selbst hatte die Information, dass der Psychologische Dienst Platz für die besagten «Paket-Trainings» braucht, Kontakten zu verdanken, die noch aus seiner Zeit als Polizist stammen.

Das «Paket-Training» sei ein zusätzliches soziales Kompetenztraining für Polizisten für den Streifendienst, bei dem die Beamten zum Beispiel lernen, wie sie möglichst ohne Eskalation in eine Wohnung hineinkommen oder Verdächtigen begegnen. Wegen derzeit hoher Einstellungszahlen werde dafür Platz gebraucht. Das Areal in Neugablonz sei als Übungsgelände «ideal». Bosse sieht diese Option ausdrücklich nur als Versuch: «Ob es klappt, wird man dann sehen.»

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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