Lengenwang
Eine «Triebfeder der Ökumene»

«Es ist ein herrlicher Tag heute, genauso wie am 10. Mai 1959», freute sich Lengenwangs Pfarrer i. R. Stefan Ried über den strahlend blauen Himmel zu seinem Goldenen Priesterjubiläum. Nach einem feierlich gestalteten Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Wolfgang wurde im Zelt am Pfarrheim weitergefeiert.

Angeführt von der Musikkapelle zogen Ministranten, Fahnenabordnungen, Pfarrer Alois Linder, Pfarrer i. R. Ludwig Epp (aus Buching), Pfarrer i. R. Josef Hutzmann (aus Nesselwang), Bruder Franziskus Gröner aus Israel, Pfarrer Stefan Ried und zahlreiche Gäste vom Pfarrheim St. Wolfgang zum Gotteshaus. Prachtvoll geschmückt präsentierte sich die Pfarrkirche und bot der Christengemeinde, darunter Gäste aus Stettenhofen und Bad Grönenbach (beides frühere Wirkungsstätten von Pfarrer Ried), ein wunderbares Bild. Im Gottesdienst blickte der Jubilar auf sein Leben zurück und verglich sein halbes Jahrhundert persönliche Kirchengeschichte mit einer Bergtour.

Er dankte dem «verlässlichen Bergführer Jesus Christus», denn auch wenn er sich mal verlaufen oder verstiegen habe, habe er immer auf den rechten Weg zurückgefunden.

«Zur rechten Zeit am rechten Ort»

«Du bist für mich ein liebenswerter und wertvoller Mitbruder», wandte sich Pfarrer Alois Linder an den «aktiven Ruheständler» und «umtriebigen Seelsorger», der sich im Laufe seiner 50-jährigen Laufbahn als Unterländer ins schöne Allgäu vorgearbeitet habe. «Sie waren für uns zur rechten Zeit am rechten Ort», bedankte sich auch Lengenwangs Pfarrgemeinderatsvorsitzende Monika Brenner unter anderem für den initiierten Bau des Pfarrheims. «Ich bin schon gern in Lengenwang - nicht nur wegen den Bergen, sondern auch wegen den Lengenwangern», war Pfarrer Ried vom Applaus gerührt.

Der Gottesdienst wurde umrahmt von der Musikkapelle Lengenwang, dem Kirchenchor St. Wolfgang und einer Instrumentalgruppe.

Anschließend ging es für die Gäste ins Festzelt. Nach einem Standkonzert der Musikkapelle Lengenwang richteten zahlreiche Ehrengäste ihre ganz persönlichen Worte an den Jubilar. «Mir hand di in unser Herz eigschlosse, dia Tatsach wird heit no begosse», meinte Anton Steiner in seinem Gedicht über das Wirken Rieds in Lengenwang. «In Ihrem Gottesdienst darf auch mal geschmunzelt oder sogar gelacht werden», honorierte Bürgermeister Josef Keller die «offene Art» von Pfarrer Ried. Er sage, dass und wo der Schuh drückt. Bad Grönenbachs Bürgermeister Bernhard Kerler bezeichnete Ried als eine «Triebfeder der Ökumene», als «wortgewaltigen Prediger» und «schwäbischen Dickschädel».

Irmgard Hanel aus Stettenhofen, Seegs Pfarrgemeinderatsvorsitzende Annemarie Mayer und die Lengenwanger Ministranten schlossen sich mit Glückwünschen an. Im Zelt unterhielt die Musikgruppe «Die vier Chefs».

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