Eine Spedition zieht um

Opfenbach | pem | Die Spedition Müller hat ihr neues Logistikzentrum in Opfenbach bezogen. 9000 Europaletten und 6000 Leitern hat das Unternehmen in kurzer Zeit bewegt. 'Sicher der größte Umzug im Landkreis seit Menschengedenken', sagt Firmenchef Walter Müller.

Hinter den Mitarbeitern des Opfenbacher Unternehmens liegt ein anstrengendes Wochenende. 24 Stunden rund um die Uhr ist das Logistik-Lager umgezogen - auch am Sonntag. 'Die Beschäftigten haben super mitgezogen', sagt Abteilungsleiter Bernd Klos. Insgesamt 400 Lastzüge mussten für den Umzug mit Paletten und Leitern komplett be- und entladen werden.

Grund für den Neubau ist die stürmische Entwicklung des Opfenbacher Unternehmens. Bereits im Jahr 2000 hatte die Spedition mit dem Anbau des Logistikzentrums 1 seine Kapazitäten verdoppelt. Dort ist es dem Unternehmen wieder schnell zu eng geworden. Mit dem neuen Logistikzentrum hat die Spedition ihre Kapazitäten erheblich vergrößert. Rund 8600 Quadratmeter Nutzfläche sind in Mäuchen gebaut worden. Das Gros nimmt das Logistik-Lager ein (6200 Quadratmeter). Statt 6400 Stellplätzen für Europaletten hat das Unternehmen jetzt 22 600 zur Verfügung. Gleichzeitig sind fast 1000 Quadratmeter Umschlagfläche für die Stückgut-Spedition entstanden, eine Verfünffachung gegenüber früher. In der Halle kommen Güter in Fernzügen an, werden auf kleinere Fahrzeuge verladen und gehen von Opfenbach aus in die Region. 21 Tore (statt fünf), die mit Lkw angefahren werden können, erleichtern die Abfertigung. Vorteil: Die Arbeit geht wesentlich schneller vonstatten.

Das Geschäft boomt weiter. Nach der ursprünglichen Planung sollten die Flächen des Logistikzentrums erst in zwei, drei Jahren belegt sein. Doch bereits kurz nach Bezug des neuen Gebäudes sind sie 'weitgehend voll' (Walter Müller). Potential hat das Unternehmen aber noch in Sachen Verlesedienstleistungen. Dazu gehören beispielsweise Wareneingangsprüfung und Konfektionierungen.

Auch nach dem Umzug weiter genutzt wird das Logistikzentrum 1 am 'alten' Firmensitz jenseits der Bundesstraße 32. Dort hat jetzt die Möbelspedition ihren Sitz samt einem Container-Lager mit Platz für 3000 Kubikmeter Umzugsgut. 200 Quadratmeter reine Verwaltungsfläche sind zudem an die Firma Innoplan GmbH vermietet. Sie ist Bau- und Projektbetreuer der Spedition.

Beheizt wird das neue Gebäude komplett über Erdwärme. 3,5 Kilometer Erdsonden wurden gebohrt, 110 bis 140 Meter tief. Zwei große Wärmepumpen sorgen für die Temperierung des Gebäudes, zudem für Kühlung der Verwaltungsräume im Sommer. Bei den jetzigen Energiepreisen amortisiert sich die Investition in acht bis zehn Jahren.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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