Kempten
Eine schöne Aktion im vierten Jahr in Folge beim Integrierten Wohnen in der Brennergasse: Maibaumaufstellen gelungen

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Zum vierten Mal in Folge wurde am 1. Mai beim Integrierten Wohnen (IWO) in der Brennergasse in Kempten ein Maibaum aufgestellt.

Im IWO leben rund 150 Menschen zusammen, teilweise mit Behinderung. Ebenso gibt es eine Tagespflege für Senioren und eine WG für Menschen mit Körperbehinderung. Des weiteren leben 22 Studenten in vier WG`s im Integrierten Wohnen, alle gemäß dem Grundsatz Füreinander -–Miteinander. Und so wird das auch tagtäglich von allen Bewohnern/innen gelebt.

Das IWO in der Brennergasse in Kempten ist auch über die Grenzen von Bayern bekannt. So durfte Bernd Stempel für die BV (Sprecher der BV) und Alexander Schwarz (für die Sozialbau) im April den Singener Oberbürgermeister mit einer rund 25 köpfigen Delegation im IWO begrüßen. Seit einigen Jahren besuchen Amtsträger und Delegationen aus anderen Bundesländern das IWO um sich Anregungen und Vorschläge für die Umsetzung ähnlicher Bauvorhaben zu holen. Man sieht, ein einmaliges Projekt, dass in Deutschland immer bekannter wird.

Das Fest

Der Maibaumstandort in der Wohnanlage ist am zentralen Punkt am Café 'Etwas' im hinteren Bereich. Für die Stadt Kempten überbrachte in Vertretung für den Oberbürgermeister Bürgermeister Mayr die besten Wünsche und Grüße. In seiner kurzen Ansprache bedankte er sich bei der Bewohnervertretung (BV) für die Aufrechterhaltung der Maibaumtradition in Bayern und wies darauf hin, dass auch ein kleiner besonderer Baum, wie im IWO, das Miteinander fördert.

Für die Sozialbau überbrachte Alexander Schwarz, zuständig unter anderem für besondere Wohnformen, die besten Wünsche. Pfarrer Andreas Beutmüller, der nach eigenen Worten fast schon zum IWO-Pfarrer ernannt wurde, sprach den Segen.

Abgerundet wurde das Maibaumfest durch einen Auftritt vom IWO-Chor unter der Leitung von Lilo Naumann. Der IWO-Chor wurde im Januar 2015 gegründet und besteht aus Menschen mit und ohne Behinderung gemäß dem Grundsatz Füreinander – Miteinander im IWO. Abgerundet wurde das Fest durch den

Alleinunterhalter Charly Feneberg. Aufgrund des schlechten Wetters wurde das Fest zum größten Teil ins Café 'Etwas' verlegt. Hier wurde den ganzen Tag kräftig gefeiert. Für das leibliche Wohl sorgte unter anderem die Bewohnervertretung mit Wienerle und Weißwurst.

Der Maibaum

Die Spitze vom Maibaum wurde mit Stoffbändern dekoriert. Der Kranz am Maibaum wurde von den Gästen in der Tagespflege für Senioren per Handarbeit erstellt. Am Maibaum befinden sich acht Holzschilder die das gemeinsame Leben im IWO darstellen sollen.

Die Holzschilder

• Rollstuhlfahrer: Im IWO leben einige Menschen mit Behinderung im Rollstuhl, zum Teil auch in Partnerschaften.

• Sonne: Die Sonne soll die Fröhlichkeit symbolisieren, die nach Möglichkeit 365 Tage im IWO untereinander und Miteinander gelebt wird.

• Mond: Der Mond symbolisiert die Ruhe und die Möglichkeit sich auch mal zurück zu ziehen.

• Kaffeetasse: Der Mittelpunkt im IWO das Cafe Etwas Tagespflege – Symbolisiert das auch Menschen mit Demenz zum IWO gehören.

• Hände: Die Hände in verschiedenen Hautfarben sollen das gemeinsame Leben verschiedener Nationalitäten im IWO darstellen.

• Illerbiber: Hier wird darauf hingewiesen, dass auch an der Iller in Höhe vom IWO ein Biberbau exestiert 20 Jahre. Das IWO feierte 2014 dazu sein 20-jähriges Bestehen mit einem großen Straßenfest.

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