Eine saubere Erfolgsgeschichte

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Marktoberdorf/Ostallgäu | vit | Als eine 'saubere Erfolgsgeschichte' sieht Klaus Rosenthal, Leiter der Abfallwirtschaft im Landratsamt Ostallgäu, den Grünen Sack. Diese bequeme Art der Wertstoffsammlung habe dazu beigetragen, dass im Landkreis immer mehr Leichtverpackungen einer Wiederverwertung zugeführt werden. Denn immerhin 1899 Tonnen Kunststoffflaschen, Getränkekartons, Becher, Alu- und Plastikfolien wurden 2006 auf diese Weise aus dem Restmüll herausgeholt. Damit dies noch effektiver passieren kann, startete das Landratsamt nun eine Aufklärungsaktion.

Immer wieder wird die Abfallberatung mit Fragen konfrontiert, was genau in den Wertstoffsack gehört. Für Klarheit sorgt nun ein Aufkleber, den man bei Gemeindeverwaltungen, im Landratsamt und an den Wertstoffhöfen erhält. Übersichtlich ist dort aufgelistet, welche Verpackungen im Beutel richtig sind. Rosenthal ist der festen Überzeugung, dass durch diesen kleinen Helfer die Abfalltrennung weiter verbessert werden kann. Auch zur Aufklärung für Urlauber beispielsweise in Ferienwohnungen sei er bestens geeignet.

Seit Januar 2004 auf dem Markt

Eingeführt wurde der Grüne Sack im Januar 2004. Er löste damals die für die Bürger oft schwierige Vorsortierung von Wertstoffen ab, die getrennt zu den Wertstoffhöfen gebracht werden mussten. Im Gegensatz zum weit verbreiteten Gelben Sack (Gelbe Tonne), behielt der Landkreis aber das Bringsystem bei. Das bedeutet, die Bürger müssen selbst die vollen Beutel zum Wertstoffhof bringen. Hintergrund dafür: Die Mitarbeiter der 45 Wertstoffhöfen können feststellen, ob Restmüll im Sack ist. Ist dies der Fall, wird der Sack nicht angenommen, denn dieser ist nur für Verpackungen mit dem 'Grünen Punkt' gedacht. Dies Wiederverwertung wird nämlich durch die Lizenzgebühr für das Duale System finanziert, eine Art Aufschlag auf den Kaufpreis eines Produktes.

In den ersten Jahren wurden die Stoffe aus den Grünen Säcken bei einer Ostallgäuer Firma sortiert. Seit diesem Jahr hat das DSD als Auftraggeber die Sortierung aber an die Firma Sulo Süd in Obermeitingen vergeben. Moderne Sortiertechniken machen es möglich, die Verpackungen wirtschaftlich zu sortieren und gleichzeitig eine hochwertige Verwertung sicherzustellen. Laut Rosenthal liegt der Anteil von Fremdstoffen im Grünen Sack bei unter zehn Prozent. Bei der Gelben Tonne geht man hingegen von 30 bis 70 Prozent Fehlwürfen aus. Rosenthal verweist darauf, dass sich der Grüne Sack auch bei der Hausmüllanalyse niederschlägt: Es finden sich im Restmüll weniger Wertstoffe. Dies zeigt laut Rosenthal, in welch hohem Maße die Mülltrennung von den Bürgern ernst genommen und durchgeführt wird.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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