Eine Offerte aus Germaringen

Kaufbeuren/Germaringen | avu | Die Diskussion um eine Kletteranlage der Alpenvereinssektionen Kaufbeuren und Gablonz gleicht einer langen, anstrengenden Bergtour. Etliche schwierige Abschnitte sind zu überwinden. Zu den Schlüsselstellen auf dem Weg zum Gipfel zählen die Finanzierung und die Standortfrage. Beide sind noch nicht überwunden. Neben dem Platz der ehemaligen Biostabanlage in Kaufbeuren, dem Trümmergelände und dem TVN-Areal in Neugablonz rückt nun eine weitere Möglichkeit ins Zentrum der Standort-Debatte: der Sport-Treff in Germaringen, wo bereits eine Kletteranlage existiert. Es handelt sich um die einzige Halle dieser Art in der näheren Umgebung.

Sport-Treff-Inhaberin Irene Wolf bietet einer oder beiden Sektionen die Übernahme der Kletteranlage an. Dabei handelt es sich um eine 13,5 Meter hohe Halle mit einer Kletterfläche von 340 Quadratmetern. 'Die Anlage ist ausbaufähig', sagt Irene Wolf, auch außen unter freiem Himmel ließe sie sich problemlos erweitern. 'Für die Sektionen wäre es die wirtschaftlichste und beste Lösung, die Anlage in eigener Regie weiterzubetreiben', meint Wolf, zumal auch die Infrastruktur wie Umkleideräume und Sanitäranlagen vorhanden seien. 'Viele Alpenvereinsmitglieder, die bei mir klettern, haben schon gefragt, warum das nicht möglich sein soll.' Denkbar sei es auch, weitere Räume, etwa als Geschäftsstelle, oder einen Boulderraum (zum Klettern in Absprunghöhe) zur Verfügung zu stellen. Hintergrund ihrer Offerte ist laut Irene Wolf, dass sie selbst kürzer treten und ihre Einrichtung aus persönlichen Gründen verkleinern möchte. 'Warum soll ich mit anderen Interessenten reden, wenn es in der Nachbarschaft Bedarf gibt?', sagt sie.

In den nächsten Tagen wollen sich die Vertreter der Sektionen erneut zusammensetzen und die Standortmöglichkeiten durchdiskutieren, auch unter finanziellen Aspekten. Sicher werde der Sport-Treff dabei eines der Themen sein, sagt Ralf Trinkwalder, Kaufbeurens Vorsitzender. Allerdings sei dieser Standort 'weit außerhalb'. Ulrich Beer, Vorsitzender der Sektion Gablonz, pflichtet ihm bei: 'Wir werden darüber reden.' Allerdings lägen noch keine Zahlen vor. Es sei zudem eine wesentliche Voraussetzung für eine Kletteranlage, dass sie auch angenommen werde, räumt Beer ein, der auf ein geplantes großes Einzugsgebiet verweist. 'Wir wollen keine Kompromisse machen.' Deshalb werde es auch keine Schnellschüsse bei der Entscheidung geben, meint Trinkwalder: 'Wir suchen den optimalen Standort.'

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen