Eine Minderheit will das Fällen der Bäume verhindern

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Daxbergl jd, mz l Der Beschluss des Erkheimer Gemeinderats, drei Kastanien bei der Daxberger Kirche fällen zu lassen, sorgt weiter für Gesprächsstoff: Bei einem von Bürgermeister Konrad Engel eigens anberaumten Ortstermin in Daxberg diskutierten rund 50 Bürger bisweilen auch emotionsgeladen über die Zukunft der Bäume.

Während nach Einschätzung von Engel rund zwei Drittel der Daxberger für das Fällen der Kastanien eintreten, bemüht sich eine Minderheit im Ort, doch noch den Erhalt der Bäume zu erreichen. Zum Ortstermin war mit Dirk Baumgärtner auch ein Baumsachverständiger aus Günz erschienen.

Vor über zehn Jahren hatte sich an einem der Bäume mehrere Meter hoch eine Gabelung gespalten. In den Riss konnte seither Wasser eindringen. Laut Landschaftsgärtner Hans Holler - einem Daxberger, der sich für den Erhalt der Bäume stark macht - wurden bei der Teilsanierung vor rund zehn Jahren zu wenige Bolzen gesetzt, als dass sich die Wunde hätte verschließen können.

Vor mehr als einem Jahr hatten sich Bürger an die Kommune mit dem Antrag gewandt, die Bäume umzusägen: einmal aus Kostengründen und zum anderen aus Angst, Äste könnten herunterbrechen. Einer klaren Mehrheit im Erkheimer Gemeinderat leuchtete die Notwendigkeit einer Fällung ein. Entsprechend erläuterte Bürgermeister Engel am Samstag in Daxberg die Gründe, die den Gemeinderat zu seinem Fällungsbeschluss bewogen hatten.

Ob sich der Gemeinderat am Montag, 28. Januar erneut mit den Daxberger Bäumen befassen wird, ist fraglich. Dazu müsste ein neuer Antrag gestellt werden. Würden die Bäume belassen, müsste ein jährlicher Geldbetrag für die Baumpflege wie für alle anderen Bäume im gesamten Gemeindegebiet abgestellt werden. Hierzu vermerkte Engel, dass die Pro-Kopf-Verschuldung bereits 2000 Euro erreicht habe.

Hauptsächlich Neubürger sind es, die für den Erhalt der Kastanien kämpfen. Gemeinderat Dieter Kellnhofer wolle, so hieß es, ein Faltblatt mit Bildern und Geschichtsdaten der Bäume erstellen, darunter sei auch ein Fotoabdruck aus dem Jahr 1901.

Feuerwehrvorsitzender Reinhold Bail, der sich für das Fällen ausspricht, würde aus der Vereinskasse die Sanierung des darunter befindlichen Kriegerdenkmales unterstützen. Dritter Bürgermeister Werner Huith aus Erkheim erkennt ein dauernd wiederkehrendes Sanierungsproblem. Bereits vor zehn Jahren habe die entsprechende Aktion umgerechnet 4800 Euro gekostet.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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