Saarbrücken / Mauerstetten
Eine mentale Meisterleistung

Dank ihrer mentalen Stärke haben die Volleyballerinnen des SV Mauerstetten einen weiteren Schritt nach oben gemacht. Sie gewannen in der zweiten Bundesliga beim TBS Saarbrücken mit 3:1 (25:22, 20:25, 25:22, 25:21).

Spielerisch erwischten die Ostallgäuerinnen nicht gerade ihren besten Tag. Vor allem im Block funktionierte nicht viel, die Abwehr war den druckvollen Angriffen der Saarländerinnen nicht gewachsen. Und doch reichte es zu einem recht deutlichen Sieg. Mauerstettens Trainer Hubert Hermann hat dafür auch eine Erklärung parat: «Wir sind in diesem Jahr in vielen Bereichen stärker. Und wenn ein Element nicht funktioniert, dann haben wir auch noch andere spielerische Waffen.» In Saarbrücken waren dies in erster Linie der Aufschlag und die Feldverteidigung. Eva Schilf und Uljana Miller räumten auf der eigenen Seite schier unglaubliche Angriffe des Gegners aus dem Weg, was auch Hermann freute: «Da hat man nie das Gefühl, dass ein Ball auf den Boden fallen könnte», sagte er.

Doch die Partie lief größtenteils auf der emotionalen Schiene. Hermann stand vier Sätze lang am Spielfeldrand, tobte, schrie und feuerte seine Spielerinnen an. Das hatten sie stellenweise auch bitter nötig. Nach einem 25:22 im ersten Satz ließ es der SVM im zweiten Durchgang etwas schleifen und verlor 20:25. Im dritten Satz sah alles nach einem klaren Gewinn aus. Mauerstetten führte bereits 14:7, als die Gastgeberinnen gewaltig zurückkamen. Sie glichen aus, punkteten munter weiter und standen beim zwischenzeitlichen 20:19 kurz vor dem nächsten Satzgewinn. Das Momentum war eigentlich klar auf Saarbrücker Seite. «Aber wir haben immer an uns geglaubt und haben kämpferisch ein klasse Spiel gezeigt», so Hermann. Die Mauerstettenerinnen machten das schier Unmögliche doch noch war, rissen das Ruder wieder herum und holten sich mit 25:22 auch den dritten Satz.

Im vierten lief es wieder nach ähnlichem Schema. Sprich: Führung, Ausgleich, Willensstärke, Satzgewinn. Mit 25:21 setzte sich der SVM durch und ging als Sieger vom Feld. Für Hermann keine Selbstverständlichkeit: «Wir sind hier mit einer angeschlagenen und kränkelnden Truppe angetreten.» Und dann fuhr er fort: «Wir müssen die Punkte holen, so lange alle an Bord sind.»

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