Lindenberg
Eine fette lila Schnecke ziert das Haupt

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Die neunten Klassen der Realschule Lindenberg machen ihrer Stadt alle Ehre: Rund 40 Hüte haben sie in den vergangenen Wochen entworfen und gestaltet, um damit eine Ausstellung in der Volksbankgalerie zu bestreiten. Ergänzend dazu malten Schülerinnen und Schüler über 20 Plakate, mit denen sie für die große Schau unter dem Titel «Fantastische Hüte» werben können. Ab nächste Woche sind die Kunstwerke zu besichtigen.

Christina Endres hat ihren Hut mit einem aufgeschlagenen Buch geschmückt. «Ich dachte einfach: Buch - das passt gut zum Kopf», sagt sie. Ihre Freundin Julia Gorke setzt sich eine fette lila Schnecke auf, verziert mit Glassteinen und ergänzt um eine grüne Wiese samt blühendem Baum. «Ich mag den Frühling», so lautet die Erklärung ihres Werks. Die Kopfbedeckung von Julia Diewald ist noch nicht ganz fertig. Die rosaroten Hasenohren lassen aber schon erahnen, was sie sich ausgedacht hat. «Es fehlen noch die kleine Krone und ein paar Haare, damit der Bunny so aussieht wie aus Playboy», sagt die Jugendliche kichernd.

Nichts Gewöhnliches

Die drei Mädels haben ihrer Fantasie freien Lauf gelassen - und dabei einen «Riesenspaß» gehabt. Genau das war auch von ihnen gefordert. «Keine gewöhnlichen Hüte» - so lautete der Arbeitsauftrag von den Kunst- und Werklehrern Frank Halfpap und Elisabeth Schuol. Die tollsten Ideen haben die Modistinnen und Modisten mit Hilfe von Draht, Pappmaché, Dispersionsfarben, Lack und verschiedenen Deko-Materialien verwirklicht. Und dabei oft ihre Hobbys oder Liebhabereien präsentiert. Esra Aras etwa hat ein Surfbrett über der Krempe montiert und Annabell Fretz einen roten Lolly. Den Versuch, ein ganzes Schlagzeug-Set auf seinen Hut zu bauen, hat Marco Kühnert allerdings irgendwann aufgegeben. Stattdessen machte er einen Pokal zur Kopfbedeckung.

Auch beim Schaffen der Plakate ließ Kunstlehrer Frank Halfpap den jungen Leuten viel Freiraum. «Werbewirksam und großzügig gestaltet sollten sie sein», sagt er, «und die wesentlichen Daten enthalten.» Seine Schülerinnen und Schüler haben ihr Arbeitsthema mit Acrylfarben in bunte, teils knallige Bilder umgesetzt, die in jedem Fall die Blicke auf sich ziehen. Nicht alle haben sich dabei auf die Hutstadt Lindenberg festgelegt: Einzelne Plakate kündigen auch fiktive Ausstellungen in Basel oder Heimenkirch an.

Besondere Motivation zogen die etwa 65 kreativen Schülerinnen und Schüler der Realschule aus der Aussicht, ihre Werke öffentlich präsentieren zu können.

Über den regelmäßigen Malwettbewerb ist der Kontakt zur Volksbank Lindenberg zustande gekommen, die angeboten hat, die extravagante Kopfbekleidung in ihrer Galerie zu zeigen.

Gepflegter Rahmen

In entsprechend gepflegtem Rahmen wird am Samstag die Ausstellung eröffnet. Schulleiter Walter Zwinger hält eine Laudatio und steuert außerdem mit dem Kollegen Ekkehard Mirwald das musikalische Rahmenprogramm bei. Noch offen ist, ob Hutkönigin Conny Brendle höchstpersönlich die Ausstellung mit ihrem Besuch beehrt.

Öffentliche Ausstellungseröffnung in der Volksbankgalerie Lindenberg ist am Samstag, 16. Januar, um 17 Uhr. Die Schau ist bis zum 29. Januar zu den Schalterzeiten geöffnet: Montag und Dienstag 8.30 bis 12.30 Uhr und 14 bis 16.30 Uhr, Mittwoch 8.30 bis 12.30 Uhr, Donnerstag 8.30 bis 12.30 Uhr und 14 bis 18 Uhr und Freitag 8.30 bis 15 Uhr.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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