Eine Erinnerung an die Ehemaligen?

Oberstdorf | oh | Es ist vielen bekannt: Der Maler Jan Peter Tripp und der Schriftsteller W. G. Sebald besuchten als Schüler das Gymnasium Oberstdorf bis zum Abitur. Sollte dann nicht in dieser Schule ein Werk an die bedeutenden Künstler erinnern?

Wilhelm Geierstanger jedenfalls, Kunsterzieher und Beirat der 'Initiative Villa Jauss', könnte sich vorstellen, dass sich etwa - ergänzend zur Gertrud-von-Le-Fort-Ausstellung im Foyer, die an die Namenspatronin der Schule erinnert - im ersten Stock die letzte Gemeinschaftsarbeit der beiden befreundeten ehemaligen Schüler anschließt.

Es handelt sich dabei um die 33 Originalradierungen, die der gebürtige Oberstdorfer Jan Peter Tripp zum Buch 'Unerzählt' geschaffen hat. Sie zeigen Augenpaare von Malern und Schriftstellern wie Beckett, Proust, Rembrandt, Ingres, Sebald und Tripp und werden durch kurze Texte von W. G. Sebald ergänzt.

Derzeit sind sie im Dachgeschoss des Oberstdorfer Kunsthauses Villa Jauss zu sehen. Sie bereichern dort die Ausstellung 'Il ritorno in Patria' (Tripp-Tripp-Sebald), die bis 9. März dauert. Die ausgestellten Blätter stammen dabei aus der letzten noch verkäuflichen Mappe. Jan Peter Tripp hatte das Ergebnis dieser letzten Zusammenarbeit mit W. G. Sebald nach dem tödlichen Verkehrsunfall des Schriftstellers im Dezember 2001 unter dem Titel 'Unerzählt' veröffentlicht.

Wilhelm Geierstanger ist der Meinung, 'dass auch für zukünftige Generationen eine geistige Traditionslinie aus dem Gymnasium Oberstdorf erhalten bleiben soll'. Die 33 Radierungen könnten 'tägliche Begleitung für alle Lehrenden und Lernenden und vor allem Anregung für den Deutsch- und Kunstunterricht sein, die Spuren der Ehemaligen immer wieder aufzunehmen'.

Direktor Ludwig Haselböck könne sich die Radierungen gut im Gymnasium vorstellen, sagt Geierstanger. Ein Problem ist jetzt allerdings noch die Finanzierung des Kaufpreises: 9000 Euro.

Dafür sucht Geierstanger nun Sponsoren. Er hat bereits den Verein der 'Freunde des Gymnasiums Oberstdorf' und die Marktgemeinde angesprochen. Aber er hofft auch auf die Unterstützung von Privatpersonen oder Institutionen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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