Special Allgäuer Festwoche SPECIAL

Kempten
Eine Erfolgsgeschichte, geboren in Zeiten des Mangels

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Rückblick: Wie 1948 alles mit dem Wunsch begann, das wirtschaftliche Leben der Stadt wieder in Schwung zu bringen Es war eine Zeit des Mangels, die zur Geburtsstunde einer der größten Erfolgsgeschichten Kemptens werden sollte: Der Zweite Weltkrieg war gerade drei Jahre vorüber und überall herrschte Not, als die Idee geboren wurde, die Wirtschaft der Stadt mit einer Kunst- und Gewerbeschau wieder in Schwung zu bringen.

Heute, über sechs Jahrzehnte später, ist aus dieser Überlegung längst die größte jährlich wiederkehrende Veranstaltung der Region geworden. Bis Sonntag, 23. August, steht Kempten wieder ganz im Zeichen der Allgäuer Festwoche. Zum runden Geburtstag von Wirtschaftsausstellung und abendlichem Volksfest hat die Allgäuer Zeitung Bilder aus vergangenen Tagen zusammengetragen.

Zurück aber ins Jahr 1948: Ob Maschinenbau-, Textil- oder Milchindustrie – die vor dem Krieg bestehenden Exportmärkte waren weggebrochen. Die Hoffnungen auf eine Wiederbelebung des Geschäftes hatten sich noch nicht erfüllt. In dieser Situation sah das damalige Kemptener Stadtoberhaupt, Dr. Georg Volkhardt, die Notwendigkeit, Impulse zu setzen.

Der erste Organisationsleiter der Allgäuer Festwoche, Hans Mayr formulierte es später so: 'In dem Bestreben, das wirtschaftliche Leben der Stadt Kempten wieder besser in Gang zu bringen und Kempten aus der Reserve, in der es sich im Gegensatz zu anderen Städten seit mehreren Jahren befand, wieder etwas in den Vordergrund zu rücken, regte Oberbürgermeister Dr. Volkhardt im Herbst 1948 die Durchführung einer Ausstellung in Kempten an.'

Diese Anregung legte Volkhardt auch in einer Aktennotiz vom 18. November 1948 nieder: 'Es ist geplant, im Sommer 1949 unter dem Motto ‚Kemptener Kunst und Können’ eine 14-tägige Gewerbeschau, verbunden mit Kunstwochen zu veranstalten.'

Und nicht nur das: Auch sportliche Veranstaltungen, Modenschauen und Theatervorführungen regte der Oberbürgermeister an – ein Konzept, das in seinen Grundzügen bis heute Bestand haben sollte.

Wie aber sollte die neue Veranstaltung heißen? Verschiedene Vorschläge – etwa 'Allgäuer Kunst und Können' und 'Allgäuer Messe' wurden diskutiert. Den Ausschlag gab schließlich der Diskussionsbeitrag von Bürgermeister Albert Wehr, der später das Amt des Festwochenleiters fast 30 Jahre lang bekleiden sollte: Er verwendete den Begriff 'Allgäuer Fest- und Ausstellungswoche(n)'.

Und nachdem die amerikanische Militärregierung die Genehmigung zum Brauen des Festbieres erteilt hatte, konnte sie am 28. August stattfinden: die erste Allgäuer Festwoche der Stadt Kempten.

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