Eine eigene kleine Welt

Kaufbeuren | kau | Mit der Einweihungsfeier des Moosmanghauses wurden nun offiziell 25 neu geschaffene Pflegeplätze für Demenzkranke ihrer Bestimmung übergeben. Neun Monate hatten die Umbauarbeiten gedauert. Wolfgang Scupin, Heimleiter des Alten- und Pflegeheims der Hospitalstiftung im Gartenweg, freute sich sichtlich, den geladenen Gästen beim Festakt die helle und freundliche Anlage präsentieren zu können.

Den Architekten und Fachleuten sei in faszinierender Art und Weise gelungen, das unter Denkmalschutz stehende Siechenhaus aus dem 12. Jahrhundert mit dem 30 Jahre alten Anbau und einem modernen Wandelgang so zu gestalten, dass nach gerontopsychiatrischen Vorgaben für unruhige, ständig suchende, demenzkranke Menschen eine 'kleine Welt' entstanden sei. In der Mitte wurde eine kleine Gartenanlage integriert, die zum Verweilen und Schauen einlädt. Die Einrichtung der allgemeinen Räume und Gänge wurde so gewählt, dass sie für die Bewohner bei ihrer Suche einen hohen Wiedererkennungswert hat und ihnen so zeigt, dass sie 'daheim' sind. Aus diesem Grund wird die Einrichtung auch ständig an die Bewohner neu angepasst werden müssen.

Scupin bedankte sich bei den 'Müttern des Projektes' Susanne Becker-Geyrhalter, die sowohl die Nutzerbedürfnisse als auch den Denkmalschutz gelungen unter einen Hut gebracht habe, sowie Ulrike Wolf, die den Wandelgang gestaltete.

Zukünftig werden die Bereichsleiterin Sonja Simon und die gerontopsychiatrische Fachkraft Hildegard Kirschner für das Wohlergehen und die Zufriedenheit im Moosmanghaus Sorge tragen.

Oberbürgermeister Stefan Bosse bezeichnete das neu gestaltete Haus als weiteren Meilenstein auf dem langen Weg der Spitalgeschichte. Mit der Schaffung dieses Pflegehauses habe die Hospitalstiftung wieder einmal aktiv auf die neuen sozialen Herausforderungen reagiert. Darüber hinaus, so Bosse, wurde das Projekt durch weiteres Engagement Kaufbeurer Bürger unterstützt.

So ermöglichte Theresia Moosmang Ende der Siebziger Jahre durch eine Zustiftung den Kauf und den Umbau des Siechenhauses. Weitere Stifter versetzten die Hospitalstiftung in Lage, mit einem großen Kredit diesen Umbau zu unterstützen. Bosse hob besonders hervor, dass die Mitarbeiter des Heimes durch wirtschaftliches und kostenbewusstes Arbeiten in den vergangenen zehn Jahren maßgeblich dazu beigetragen hätten, dass die 1,1 Millionen Euro Baukosten ohne öffentliche Förderung gestemmt werden konnten.

Die Pfarrer Werner Appelt, Ralph-Günther Nebas und Emanuel Kileo segneten gemeinsam die neuen Räumlichkeiten. Die Feierlichkeiten und die Segnung des Hauses wurden durch ein Blechbläserquartett unter Leitung von Wolfgang Wagner musikalisch umrahmt.

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