Nacht der Kirchen
«Eine besondere Stimmung»

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Der katholische Dekan Siegbert G.Schindele schwelgt in Erinnerungen: «Es war ein traumhaft schöner Abend. So viele Menschen sind aufgebrochen, um in die Kirchen zu kommen. Alle Erwartungen wurden übertroffen.» Es sind Erinnerungen an die erste Kirchennacht im Jahr 2005. Heuer besteht zum dritten Mal die Gelegenheit, in Memminger Gotteshäusern ein außergewöhnliches Programm zu erleben. Auch Ottobeurer Kirchen sind diesmal dabei.

«Die Menschen können nachts eine besondere Stimmung spüren. Ich denke, das kommt an», sagt der evangelische Dekan Kurt Kräß. Die ökumenische Kirchennacht findet statt am Freitag, 27.Mai, von 21 Uhr bis nach Mitternacht. Mystische Texte und Musik aus dem Mittelalter gibt es ebenso wie Gesänge aus der jüdischen Liturgie. Klangschalen und eine keltische Harfe sind zu hören, zudem können Besucher die Strigel-Fresken auf dem Dachboden der Kinderlehrkirche anschauen, zu denen es 500 Jahre lang keinen Zutritt gab. Neben weiteren Angeboten ist auch eine Einstimmung auf den Weltjugendtag geplant. In Memmingen gibt es Veranstaltungen in der Martins- und der Kinderlehrkirche, in Unser Frauen sowie in St.Josef und St.Johann Baptist.

«Mit den Angeboten wollen wir uns gegenseitig bewusst keine Konkurrenz machen», betont Kräß. Im Gegenteil: Ziel sei es, dass sich Angehörige der beiden Konfessionen an diesem Abend gegenseitig besuchen. Und Schindele fügt hinzu: «Jeder, der will, kann kommen. Niemand wird gefragt, ob er dazugehört oder nicht.» Das könnten natürlich auch Menschen sein, «die der Kirche gar nicht so nahe stehen, aber neugierig sind», sagt Kräß.

Angebote sollen Besucher an mehrere Orte locken

Durch die Gestaltung des Programmablaufs wolle man erreichen, dass die Besucher nicht den ganzen Abend in derselben Kirche bleiben, betont Schindele: «Angebote wiederholen sich an den einzelnen Standorten. Hier haben wir von den Evangelischen gelernt, die das bisher schon so gemacht haben.»

Die Nacht der Kirchen findet heuer zum dritten Mal statt. Den Anfang machten Memmingen und Kempten im Jahr 2005. Vier Jahre später waren dann sechs Allgäuer Orte dabei. Heuer öffnen 39 Gotteshäuser von evangelischen, katholischen, altkatholischen und freien evangelischen Gemeinden in acht Allgäuer Orten. Das Programm gibt es in den teilnehmenden Kirchengemeinden oder im Internet.

www.all-in.de/nachtderkirchen

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