Hopfen am See
Eine Bereicherung für die Gesellschaft

Oft sehen sie sich in unserer Gesellschaft an den Rand gedrängt - doch jüngst standen Menschen mit Behinderung im Zentrum einer Veranstaltung. Deren Ziel war es, «Behinderte ins unmittelbare Lebensumfeld von uns allen zu integrieren», wie die Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Füssen-Schwangau, Brigitte Protschka, sagte.

Gemeinsam mit der Lebenshilfe Ostallgäu hatte die AWO ein ganz spezielles Stelldichein mit dem Titel «Rendezvous - Mit behinderten Menschen auf Entdeckungsreise» in der Fachklinik Enzensberg organisiert. Dabei sollte «an die Probleme von Menschen mit Behinderung» erinnert werden, wie Protschka ausführte.

Der Verwaltungsdirektor der Fachklinik, Hans Achatz, betonte den «ernsten Hintergrund» dieses Rendezvous. Die Vorsitzende der Lebenshilfe Ostallgäu, Yvonne Schur, stellte klar, dass «Behinderte eine Bereicherung für unsere Gesellschaft» seien, und forderte die rund 50 Besucher der Veranstaltung auf, sich näher anzuschauen, «was Behinderte Tolles machen können». Mahnende Worte richtete danach Füssens Bürgermeister Paul Iacob an Nichtbehinderte, indem er sagte: «Wir alle haben viel dazuzulernen.» Immerhin sei es kein Ruhmesblatt, dass «wir Behinderten oft noch mit vielen Vorurteilen» begegneten.

Ausstellung eröffnet

Den Hauptzweck des Projektabends beschrieb Dagmar Rothemund von der Werkstatt für psychisch Kranke in Marktoberdorf folgendermaßen: «Das Projekt will, dass wir alle sensibler für die Belange von Menschen mit Handicaps werden.» Anschließend eröffnete sie eine Ausstellung: In Bildern mit Titeln wie «Lebenslust», «Freudiger Tag im Herbst», «Fliederbaum» und «Blue Water» zeigten die Künstler aus der Werkstatt für psychisch kranke Menschen in Marktoberdorf sowie der Förderstätte der Wertachtal-Werkstätten in Kaufbeuren, «wie Behinderte ihre Lebensfreude, ihren Unmut, Ärger und Kummer zum Ausdruck bringen», so Schur.

Den filmischen Teil des Projektabends moderierte schließlich Gerhard Protschka, Leiter des internationalen Kurzfilmfestivals «look & roll». Die «schönen Bilder» der sechs Kurzfilme, die teilweise einen weiten Einblick in die Lebensrealität Behinderter vermittelten, dürften dabei vermutlich nicht nur Brigitte Protschka «tief beeindruckt» haben.

Die von behinderten Künstlern geschaffenen Bilder sind noch bis zum 6. Januar in der Fachklinik Enzensberg zu sehen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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