Eine Belehrung für Günther Oettinger

Von Maria Luise Stübner | Eglofs Mit dem Gerichtstag in Eglofs ruft der Geschichts- und Heimatverein Eglofs eine alte Tradition in Erinnerung. Auch heuer konnten Bürger von 'heanet und deanet' Klagen und Beschwerden vorbringen. Im vollen Dorfstadel fällte das Hohe Gericht unter Vorsitz von Amman Karl Stiefenhofer in gewohnt souveräner Weise die Urteile.

Diesmal traf es Anton Straub aus Opfenbach. Weil er stets nur als Kläger auftritt, wurde er zu einer Brotzeit für alle Bürgermeister verurteilt. Zuvor hatte Straub noch versucht, das Gericht zu einem Urteil gegen die Bürgermeister zu bringen. Er prangerte die 'Goldgräberstimmung im Westallgäu' an, wo jede Gemeinde versuche, Gewerbe und Industrie anzusiedeln.

Der Amman solle die Gemeindechefs dazu verurteilen, sich zu einer 'intelligenten Lösung' zusammenzuraufen, gemeinsame Gewerbegebiete auszuweisen und die Einnahmen aus der Gewerbesteuer zu verteilen. Argenbühls Bürgermeister Josef Köberle hielt dagegen, dass es 'heanet' schon interkommunale Zusammenarbeit gebe. Opfenbach, das gerade ein weiteres Gewerbegebiet ausgewiesen habe, könne ja 'deanet' den Anfang machen und schon mal die Gewerbesteuereinnahmen daraus verteilen. Nicht viel weiter mit ihrer Klage kam auch die Bürgerin Maurus - 'ich komm aus der Höll’' - die den Weg von Eglofstal nach Malleichen geteert haben wollte. Der Richterspruch lautete, dass die Gemeinde Argenbühl darauf zu achten habe, dass der Weg ordentlich gekiest ist.

Mit großer Freude angenommen wurde dagegen der Antrag von Josef Köberle, den politisch Verantwortlichen für die Neueinteilung der Wahlkreise den Kopf zu waschen. Absichtlich oder unabsichtlich würde der Einfluss der Allgäuer dezimiert, klagte Köberle. Der Amman versprach, dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger eine gerichtliche Belehrung zukommen zu lassen.

Zum neuen Preisträger des Westallgäuer Heimattags wurde Professor Dr. Manfred Thierer aus Leutkirch gekürt. Die humor- und gehaltvolle Laudatio hielt Dr. Jörg Leist. Am Ende des Abends hatte Karl Stiefenhofer noch Neuigkeiten zu verkünden: Das Allgäu habe sich für den Deutschen Wandertag 2013 beworben. Ab 2009 seien regionale 'Probeläufe' vorgesehen. 2009 sei Immenstadt an der Reihe. Für 2010 wolle sich das Westallgäu bewerben.

»Allgäu Rundschau

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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