Marktoberdorf/Ostallgäu
Einblick für Bürger in die Umgehungspläne

Vom 6. Februar bis 5. März haben die Bürger Gelegenheit, Einblick in die Planunterlagen für die geplante Umgehung von Marktoberdorf zu nehmen. Bis 19. März haben sie dann Gelegenheit, Bedenken vorzubringen. Auf Antrag des Staatlichen Bauamtes in Kempten hat die Regierung von Schwaben nun das Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Einen Kernpunkt bildet die öffentliche Auslegung der Pläne für die Ortsumfahrungen von Marktoberdorf und Bertoldshofen.

Ziel der Planung ist es, die Verkehrsverhältnisse zu verbessern und zugleich das Straßennetz rund um Marktoberdorf neu zu ordnen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bundesstraße B16 (Füssen - Kaufbeuren), auf der pro Tag 12900 Kraftfahrzeuge in der Stadt Marktoberdorf unterwegs sind. Zudem fahren täglich 6800 Fahrzeuge auf der B472 (Schongau - Marktoberdorf). Ziel ist es, vor allem den Durchgangsverkehr auf der B16 aus der Stadt herauszuhalten.

580 Meter langer Tunnel bei Bertoldshofen

Die neue Verkehrsführung in Nord-Südrichtung erfolgt nach den Plänen der Straßenbauer vom Kreisverkehr bei Altdorf östlich an Marktoberdorf vorbei zunächst weitgehend auf der Trasse der Kreisstraße OAL 5 bis zu einem neuen Kreisverkehr nördlich von Bertoldshofen. Von dort geht es westlich von Bertoldshofen nach Süden zur bestehenden B 472.

Diese wird südlich von Marktoberdorf über eine neue Verbindungsrampe an die alte B 16 angeschlossen.

Das wichtigste Teilprojekt des Vorhabens ist die Umfahrung von Bertoldshofen. Von dem geplanten Kreisverkehr aus verläuft sie in Richtung Südosten an Bertoldshofen vorbei und wird westlich von Selbensberg wieder an die bestehende B 472 angeschlossen. Bei Bertoldshofen ist aufgrund der Bebauung sowie der topografischen Verhältnisse der Bau eines rund 580 Meter langen Tunnels vorgesehen. Zum Ausgleich für Eingriffe in die Natur sieht der Plan dabei Kompensationsmaßnahmen auf 6,2 Hektar vor.

Als ersten Verfahrensschritt hat die Regierung veranlasst, dass die Planunterlagen ab Freitag, 6. Februar vier Wochen lang in der Verwaltungsgemeinschaft Biessenhofen, der Gemeinde Bidingen und im Marktoberdorfer Rathaus zur allgemeinen Einsicht ausgelegt werden. Interessierte Bürger können dort Einblick in die Planunterlagen nehmen, welche das Projekt im Detail darstellen. Gleichzeitig erhalten die beteiligten Behörden und Träger öffentlicher Belange Gelegenheit, zu dem Vorhaben Stellung zu nehmen.

Nach der Auslegungsfrist haben die Betroffenen zwei weitere Wochen Zeit, um Einwendungen zu erheben. Danach entscheidet die Regierung, ob die Stellungnahmen in einem Erörterungstermin behandelt werden.

Verschiedene Positionen zu dem 20-Millionen-Euro-Vorhaben

Wie berichtet, gibt es zu dem auf mehr als 20 Millionen Euro veranschlagten Vorhaben unterschiedliche Positionen. Eine Initiative in Bertoldshofen fürchtet, dass die Entwicklung des Dorfes zu sehr eingeengt wird. In Biessenhofen hat man Bedenken, dass noch mehr Verkehr in der Gemeinde landet. In der Stadt Marktoberdorf setzen sich Stadträte und eine Initiative für die Entlastung der Innenstadt durch die Umgehung ein.

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