Ellhofen
«Ein Zwischenschritt für Olympia 2014»

Wenn heute die Olympischen Spiele eröffnet werden, bleibt Freestylerin Katharina Förster (21) aus Ellhofen nur die Zuschauerrolle. Wir haben mit der Sportsoldatin von der RG Weiler-Simmerberg über ihren Saisonverlauf gesprochen.

Ist für Sie der Traum von Olympia geplatzt oder sehen Sie es als verpasste Chance?

Katharina Förster: Keines von beiden. Ich sehe es realistisch. Nach meinen Sturz in Deer Valley, wo ich mir eine Hüftprellung zugezogen hatte, war klar, dass es bei dieser Leistungsdichte, wo Nuancen über Sieg und Misserfolg entscheiden, schwer wird, wenn man nicht zu 100 Prozent fit ist. Aber mir war klar: Ich werde es in Lake Placid nochmals versuchen - nur eine nicht genutzte Chance ist eine verpasste Chance. Es ist für mich ein Zwischenschritt für Olympia.

Sie meinen Olympia 2014?

Förster: Ja.

Sind Sie mit Olympiaambitionen in die Weltcups gestartet?

Förster: Natürlich arbeitet man insgeheim auch auf eine Olympiateilnahme hin, gerade wenns beim Weltcup gut läuft. Mein erstes Ziel war es aber, nach meiner Verletzungsbedingten Zwangspause wieder den Anschluss an die Weltelite zu schaffen.

Ist das so schwer? Die Grundtechnik bleibt doch gleich, mit einer geschlossenen Skiführung eine 27 bis 30 Grad steile Buckelpiste so schnell wie möglich zu durchfahren?

Förster: Es geht beim Ski-Freestyle nicht nur darum, an der Fahrtechnik zu feilen, um schneller zu werden. Es kommen immer wieder komplett neue Elemente, also Sprünge hinzu. Die müssen zuerst eintrainiert werden. Im Freestyles geht es dynamisch und kreativ voran.

War es vor fünf Jahren beim Weltcup noch die Sensation, dass die Damen einen Backflip (Salto/Überschlag) zeigten, ist es heute Standard und weitere Sprungvarianten kommen hinzu. Mit jeden zusätzlichen Trainings- und Wettkampftag gewinnt man mehr Sicherheit. Was in einer Saison voran geht, habe ich bei meinen Freestyle-Kolleginnen gesehen. Sie haben kräftig zugelegt, springen im Vergleich zum Vorjahr höher und weiter.

Sind Sie mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden?

Förster: Absolut. Meine Ziele habe ich erreicht, auch wenn ich nach meiner knapp verpassten Finalteilnahme in Calgary gesehen habe, dass da mehr drin ist. Aber meine Prellung hat eben mehr verhindert.

Interview: Stefan Anlauf

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