Bad Hindelang-Oberjoch
Ein zentraler Bushalteplatz ist für Oberjoch geplant

Bad Hindelang glänzt mit optimalen Busverbindungen und hat so den «Fahrtziel Natur Award» der Deutschen Bahn erhalten (wir berichteten). Jetzt will der Hindelanger Gemeinderat auch im Ortsteil Oberjoch anpacken und Haltestellen für Busse neu und ausbauen. In einer Sitzung sprach sich das Gremium einstimmig für die weitere Planung aus.

«Oberjoch ist im öffentlichen Nahverkehr ein Problemkind», sagte Bürgermeister Adalbert Martin zum Vortrag des Busunternehmers Herbert Morent. Morent hatte die zum Teil gefährliche Situation in Oberjoch in der jüngsten Ratssitzung vorgetragen. 40 Linienbusse würden täglich mit den engen Straßen und den spärlichen Wendeplätzen kämpfen. Es gäbe nur provisorische Haltestellen gegenüber dem Alpenhotel. Mitten auf der Bundesstraße müssten die Fahrzeuge halten, um Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen. Morent: «Im Winter ist es in der Nähe der Bergbahnen ganz schlimm. Eine Rutschpartie, wenn der Schnee am Straßenrand festgefahren ist.» Blechschäden habe es deswegen auch schon gegeben.

Abfahrtszeiten können nicht eingehalten werden

Die Folge: Die drei Buslinien können ihre Zeitpläne nicht mehr einhalten. So werden oft Anschlusslinien verpasst. Ein Ärgernis für Passagiere und auch für den Busunternehmer. Um Ruhezeiten einzuhalten, muss dieser Extrabusse einsetzen. «Es geht oft um jede Minute», sagte Morent, der auch beklagt, dass es keine Parkplätze für die Busse gäbe. «Und die Parkmöglichkeiten, die es gibt, sind nicht selten mit Autos belegt.»

Die Lösung präsentierte ein Ingenieurbüro aus Sonthofen. Die zwei Bushaltestellen an der B308 auf Höhe Alpenhotel sollen ausgebaut werden. Gesamtkosten: rund 100000 Euro. Und vor der Iselerbahn-Talstation ist eine zentrale Umsteigestelle mit Busparkplätzen, Fahrgastinfo und eventuell einem Kreisverkehr auf der angrenzenden B308 zum besseren Einfädeln geplant.

Bauamt scheut Kostenbeteiligung

Über die genaue Ausführung waren sich die Räte noch nicht einig. Albert Keck wolle bei Leibe keinen Flughafen bauen - die Sache solle bezahlbar bleiben. Thomas Karg will nicht zu nah an die Iselerbahn und Hubert Geißler brachte den «nicht funktionierenden Knotenpunkt» auf der B308 nahe der Gästeinformation ins Spiel. Und regte bei Thomas Hanrieder vom Bauamts Kempten an, sich an den Kosten eines Kreisverkehrs an der Abzweigung zur Iselerbahn zu beteiligen. Das stieß aber bei Hanrieder auf wenig Gegenliebe. Immerhin habe die Behörde den Knotenpunkt an der Passstraße schon auf ihrer Dringlichkeitsliste.

Schließlich stimmten die Räte für die Fortsetzung der Planungen für einen zentralen Bushalteplatz an der Iselerbahn-Talstation. Die möglichen Kosten liegen laut Ingenieurbüro Theisen zwischen 350000 und 700000 Euro.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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