Memmingen / Unterallgäu
«Ein wichtiger, ein historischer Schritt»

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«Es ist ein wichtiger, ein historischer Schritt.» Mit diesen Worten hat Memmingens Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger gestern die Kooperations-Vereinbarung zwischen den Kreiskliniken Unterallgäu und dem Klinikum Memmingen (wir berichteten) gewürdigt.

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz betonten Holzinger und der Unterallgäuer Landrat Hans-Joachim Weirather, dass zu diesem Zwecke am 1. April 2010 die gemeinnützige «Klinikmanagement Memmingen-Unterallgäu gGmbH» gegründet werden solle (siehe auch Infokasten).

Holzinger und Weirather sind nach eigenen Angaben «fest davon überzeugt, dass diese Partnerschaft auf gleicher Augenhöhe absolut zukunftsweisend ist». Weirather betonte: «Damit stellen wir die richtigen Weichen. Wir Krankenhausträger müssen uns im Wettbewerb behaupten, auch gegen private Konkurrenten. Das geht nur, wenn wir eng zusammenarbeiten.»

Der Memminger Rathauschef fügte hinzu: «Für uns ist die Kooperation die logische Konsequenz der seit Juni 1986 bestehenden Zweckvereinbarung zwischen dem Landkreis und der Stadt.»

Die Zusammenarbeit der drei Kliniken soll sich laut Weirather und Holzinger zunächst hauptsächlich auf Verwaltungsebene abspielen. Beide erwarten sich unter anderem Verbesserungen und Vorteile beim Controlling und bei Budgetverhandlungen. Darüber hinaus sei beispielsweise auch an eine gemeinsame Ausbildung von Krankenpflegeschülern und Weiterbildung der Ärzte gedacht.

Nicht zuletzt könnten alle drei Häuser auch im medizinischen Bereich voneinander profitieren - und damit auch die Patienten: Diese sollten künftig - wann immer möglich - nicht mehr nach München, Erlangen oder in andere Kliniken verlegt werden, «sondern direkt vor ihrer Haustür die optimale medizinische Versorgung erhalten», machten Landrat und Oberbürgermeister deutlich.

Beide sind sich einig: «Nur in einer engen Kooperation wird es möglich sein, neue medizinische Kompetenzfelder aufzubauen und wirtschaftlich zu betreiben.» Vorstellbar sei, die Zusammenarbeit später auch auf andere Partner auszudehnen.

Mit der Gründung der neuen Klinikmanagement-Gesellschaft werde die Geschäftsstrategie, die der Verwaltungsrat der Kreiskliniken bei einer Klausurtagung im Frühjahr 2009 beschlossen habe, «konsequent umgesetzt», sagte Weirather. Er legte gestern erneut ein klares Bekenntnis für die beiden Kreiskliniken in Ottobeuren und in Mindelheim ab: «Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir mit beiden Standorten gut aufgestellt sind. Und wir halten auch an beiden fest.»

Weirather wie Holzinger unterstrichen, dass die Kooperation nicht zu einem Personalabbau führen werde. Und der Erhalt aller drei Häuser werde in der Präambel des Gesellschaftsvertrags festgeschrieben. Wie berichtet, hatte die CSU-Fraktion im Kreistag großen Wert darauf gelegt.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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