Stiefenhofen / Grünenbach
Ein Wasserwart für Grünenbach und Stiefenhofen

Mit Thomas Appelt haben die Gemeinden Stiefenhofen und Grünenbach seit Kurzem erstmals einen gemeinsamen Wasserwart. Der 39-Jährige aus Harbatshofen (Gemeinde Stiefenhofen) ist für die Wartung und Reparatur des Wassernetzes, aber auch für Neuanschlüsse und das Auswechseln von Wasseruhren zuständig.

Grünenbach hat zwar vor rund 30 Jahren eine zentrale Wasserversorgung geschaffen, einen eigenen Wasserwart hat sich die Gemeinde aber nie geleistet. Arbeiten wurden bisher auf Honorarbasis erledigt. Da im Ortsteil Ebratshofen vor gut zwei Jahren rund zwei Millionen Euro in die Wasserversorgung investiert wurden, war für Bürgermeister Markus Eugler und den Gemeinderat klar, dass es einen «Schutz für die Millionen-Investitionen» braucht. Denn ohne regelmäßige Wartung treten Probleme auf. «Allein im letzten Jahr hatten wir in Grünenbach ein halbes Dutzend Schäden am Versorgungsnetz», sagt Eugler.

In Stiefenhofen wurde Hannes Rädler kürzlich nach über 25 Dienstjahren als Wasserwart in den Ruhestand verabschiedet. Die Nachbargemeinden hatten damit gleichzeitig Bedarf an einem Wasserwart. Wichtig war den beiden Bürgermeistern, dass es sich um einen einheimischen Fachmann handelt. «Bei einem Rohrbruch ist schnelles Handeln notwendig», sagt Markus Eugler.

Der neue Wasserwart Thomas Appelt bringt Ortskenntnisse und berufliche Erfahrungen mit. Der 39-Jährige ist gelernter Gas- und Wasserinstallateur. In Kursen soll ihm laut Stiefenhofens Bürgermeister Anton Wolf weiteres Fachwissen vermittelt werden. Zudem gibt es pro Jahr zwei Fortbildungen für Appelt.

Mit der Beschäftigung eines Wasserwartes wollen beide Gemeinden langfristig höhere Kosten für Reparaturen verhindern. So zählt die regelmäßige Überprüfung der Pumpstationen und der Schieber, die bei jedem einzelnen Hauswasseranschluss vorhanden sind, zu den Hauptaufgaben von Appelt. Tritt aufgrund des Alters der Leitungen oder in Folge von Bauarbeiten doch einmal ein Schaden am Leitungsnetz auf, ist es möglich, das Wasser nur im betroffenen Bereich abzustellen. Die regelmäßige Wartung der Schieber kann zu einer Lebensdauer von bis zu 50 Jahren führen. «Bei Nichtwartung ist die Funktion schon nach zehn Jahren nicht mehr gewährleistet», so Appelt. Zu seinen Arbeitsgeräten gehört aufgrund der digitalen Erfassung des Leitungsnetzes in Zukunft auch ein tragbarer Computer. «Damit ist der Zugriff auf die Bestandspläne gewährleistet», sagt Eugler.

Arbeitgeber von Thomas Appelt ist die Gemeinde Stiefenhofen. Diese stellt Grünenbach jene Stunden in Rechnung, die Appelt in der Nachbargemeinde tätig ist. Von jeweils 15 Stunden pro Woche gehen die Gemeinden aus. Die restliche Arbeitszeit ist Appelt für den Stiefenhofener Bauhof tätig. Appelts Arbeit soll für die Gemeinde Grünenbach keine Zusatzkosten mit sich bringen. «Wir hoffen, dies durch sinkende Reparaturkosten ausgleichen zu können», so Bürgermeister Eugler.

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