Abschlussaktion
Ein Tag gegen die Gewalt

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Die Öffentlichkeit für das lange tabuisierte Thema sensibilisieren, hieß es bei der großen Abschlussveranstaltung des Arbeitskreises «Gewalt gegen Frauen» im Forum Allgäu. Engagiert haben sich dafür das Frauenhaus, das Kemptener Interventionsmodell (KIM), der Frauennotruf, das Mädchenhaus Rock Rose, der Weiße Ring, die Gleichstellungsstelle sowie die Polizei. Während des ganzen Tages stellten sich prominente Gesprächspartner den Fragen von Moderator Christian Löckher-Hiemer vom Polizeipräsidium Schwaben Süd/West.

«Jede Gewalt gegen Kinder und Frauen ist ein Verbrechen», vertrat Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer beim Interview seinen Standpunkt. Jeder müsse deshalb Augen und Ohren offen halten, um auf eventuelle Missstände hinzuweisen. «Wer schlägt ist feige», brachte Stadtrat und «Fernsehrichter» Alexander Hold seine Verachtung gegen Gewalt auf den Punkt. In der bekannten TV-Serie werde dies deshalb auch thematisiert.

Kinder leiden immer

Leider sei häusliche Gewalt für viele Betroffene ständiger Begleiter, dokumentierte Jugendamtsleiter Matthias Haugg die «untragbare Situation.» Kinder seien dabei immer die Leidtragenden - ob als unmittelbare Opfer oder als Betroffene bei Attacken gegen die Mutter.

Das Thema aus der «tabuisierten Ecke mit der hohen Dunkelziffer herausholen», dafür trat Thomas Baier-Regnery, Leiter des Amtes für Jugendarbeit ein. Die «Spätfolgen für die Gesundheit der Kinder» seien übergreifend, kaum abzuschätzen. Landtagsabgeordneter Thomas Gehring meinte, auch Schulen hätten einen Auftrag, derartige Probleme zu erkennen. Dazu müsse man Schulsozialarbeit ausweiten Lehrer fortbilden.

Mit Zahlen machte Ekin Deligöz, stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Bundestag die «Tragödie» deutlich. Einer «Frauen-Gewalt-Studie» von 2006 nach habe jede vierte Frau ab 16 Jahren Gewalt erfahren, 66 Prozent davon mehrfach.

Zwischen den Interviews verkürzten Vorführungen von Kari-Dance die Zeit. Schauspieler und Tänzer vom «Theater Wildpoldsried» sowie «Die Wendejacken » beschäftigten sich ebenfalls mit dem Thema «Gewalt».

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