Oberstdorf
Ein Spiegel der Gedankenwelt Jugendlicher

«Das Kino ist die wahre Schule des Lebens» - dieses Zitat von Franois Truffaut aus dem Grußwort des Schirmherrn Dr. Marcel Huber, Staatssekretär im Bayerischen Kultusministerium, ist das Motto des Internationalen Festivals für Schülerfilmgruppen, das von Donnerstag, 19. November, bis Samstag, 21. November, in Oberstdorf stattfindet. Im Vorfeld des Filmgipfels 2009 sprach Sabine Metzger vom Allgäuer Anzeigeblatt mit Heinz Düwell, Kunstlehrer am Oberstdorfer Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium und Gründer und Leiter des Festivals.

Der Schülerfilmgipfel hat sich ja schon fest etabliert in Oberstdorf.

Heinz Düwell: «Das ist richtig. Wir veranstalten heuer unser siebentes Festival. Dabei sind wir unserem bewährten Konzept treu geblieben. Aufgerufen, ihre Arbeiten der fachkundigen Jury aus der Film- und Fernsehbranche vorzustellen, sind Schüler aller Schularten aus Bayern und aus den benachbarten Alpenregionen. In diesem Jahr wurden 58 Beiträge eingereicht.»

Aber es wird ja kein festes Thema vorgegeben, das die Schüler in ihren Filmbeiträgen umsetzen sollen.

Heinz Düwell: «Das machen wir ganz bewusst nicht. Die Filme sollen keine Auftragsarbeiten sein, sie sollen vielmehr die Gefühls- und Gedankenwelt junger Menschen widerspiegeln. Eingereicht werden Spiel-, Dokumentar- oder auch Trickfilme. Da gibt es keine Vorgaben.»

Und wie werden die Preisträger ermittelt?

Heinz Düwell: «Aus den eingereichten Arbeiten nominiert die Jury zehn Beiträge für die Bestenliste. Aus dieser Liste werden wiederum fünf Filme ausgesucht und mit den Gipfelpreisen ausgezeichnet. Da geht es dann um Praktika bei renommierten Film-, Fernseh- oder Hochschulproduktionen. Diese fachbezogenen Preise sind bei den jungen Filmemachern sehr begehrt. Die Gemeinde Oberstdorf wird auch wieder ihren Publikumspreis vergeben.»

Der Filmgipfel in Oberstdorf dauert drei Tage. Was wird den Schülerfilmgruppen und ihren Lehrern in Oberstdorf alles geboten?

Heinz Düwell: «Wir zeigen eine ganze Reihe prämierter Filme und diskutieren darüber. Den jungen Filmemachern und ihren Lehrern ist es immer ganz wichtig, mit Fachleuten aus der Praxis ins Gespräch zu kommen.

Der Filmgipfel versteht sich ja auch als Plattform zur Vernetzung von Schule, Hochschule und Filmindustrie. Dann bieten wir einen Workshop zum Thema Fernsehjournalismus und einen Praxislehrgang in Sachen Kameraführung. Interessant wird auch wieder die Vorführung von Filmen sein, die an der Akademie der Bildenden Künste und an der Hochschule für Fernsehen und Film in München entstanden sind.»

Wird es auch wieder eine Filmgipfel-Eröffnungsparty geben?

Heinz Düwell: «Natürlich, und zwar wieder in der Hörbar ab 22 Uhr. Da werden die Gewinnerfilme 2009 und eine Auswahl der Filme aus der Bestenliste gezeigt. Das Bayerische Fernsehen strahlt diese eigens dem Filmgipfel gewidmete, einstündige Sendung an diesem Abend ab 0.10 Uhr aus.»

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