Füssen
Ein Sitz mehr für die SPD und Bunte Liste fliegt raus

Die SPD verliert prozentual in der Wählergunst, gewinnt aber im neuen Stadtrat einen Sitz hinzu: Diese scheinbar paradoxe Rechnung geht dank des dHondtschen Verfahrens und der Listenverbindung von SPD und Grünen auf. Während sich die Sozialdemokraten über den fünften Sitz freuen, ist bei der Bunten Liste Füssen Trauer angesagt. Sie flog aus dem Kommunalparlament.

Bis in die Nacht hatten die vielen Wahlhelfer die Stimmzettel ausgezählt, doch konnten nicht alle ausgewertet werden. Gestern Vormittag lag dann aber das vorläufige Ergebnis der Stadtratswahl vor. Von der Sitzverteilung her hat sich nicht viel verändert (siehe Grafik), sieht man einmal vom Aus für die Bunte Liste und vom Zugewinn der SPD ab.

Jetzt zusammenraufen

«Wir haben einen Sitz mehr, das war das erklärte Ziel», freute sich gestern Uli Pickl für die Sozialdemokraten. SPD-Vorsitzender Lothar Schaffrath führt das gute Abschneiden auch darauf zurück, dass die Arbeit des Bürgermeisters in der Bevölkerung gut ankommt. Pickl hofft, dass im Stadtrat eine konstruktivere Zusammenarbeit Einzug hält, als dies früher der Fall war. Auf ein Zusammenraufen aller Stadträte setzt auch CSU-Chef Dr.

Hans-Martin Beyer. Er zog als Neuling gleich mit dem besten Stimmenergebnis aller Kandidaten ins Gremium ein. 4200 Stimmen entfielen auf ihn. Doch ist er nicht ganz zufrieden: «Ein bisschen bedauerlich ist, dass wir keinen achten Sitz bekommen haben.» Lange hatte es so ausgesehen, als ob die CSU acht statt sieben Ratsmitglieder stellen könnte, doch am Ende reichte es nicht.

Freie Wähler sind froh

Umso froher waren gestern die Freien Wähler, die ihre fünf Sitze halten konnten: «Für uns ist das ein tolles Ergebnis», erklärte Michael Wollnitza. Und dies «trotz der Schwierigkeiten, die uns der Bürgermeister bereitet hat wegen der Behauptung, die Freien Wähler wären schuld an der Neuwahl», sagt der Fraktionssprecher.

Auch sonst ist Wollnitza nicht gut auf Paul Iacob zu sprechen: Der Rathaus-Chef habe einen Wahlkampf zugunsten der SPD geführt hat, obwohl er sich bei seinem Amtsantritt zur Neutralität verpflichtet habe.

Nicht nur bei der Verteilung der Sitze, auch bei der Wahl der einzelnen Stadträte gab es kaum Veränderung: Neben Beyer zogen Klaus Zettlmeier (CSU) und Petra Schwartz (Grüne) als Neulinge ins Gremium ein. Als Rückkehrerin - sie gehörte dem Stadtrat bis 2008 an - ist auch Hannelore Semmlin-Leix (SPD) wieder mit von der Partie.

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