Kempten
Ein Sicherheitszentrum und klare Regeln vor allem für die Jugend

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15000 Menschen, die sich abends auf dem Gelände rund um den Stadtpark drängen: Das wird zweifelsohne auch in diesem Jahr nicht ausbleiben, sobald am kommenden Freitag die 60. Allgäuer Festwoche eröffnet ist. Umso wichtiger ist es, für den Andrang der Massen gut gerüstet zu sein. Und das sei definitiv der Fall, versicherte die neue Festwochenleiterin Martina Dufner-Wucher gestern bei einer Pressekonferenz zum Sicherheitskonzept. Das sieht in diesem Jahr zwei Neuerungen vor.

Erstmals werde heuer in der Turnhalle westlich des Bierzelts ein Sicherheitszentrum eingerichtet, in dem Polizei, Feuerwehr, der Sicherheitsdienst Sida und das Rote Kreuz zusammenarbeiten. «Der große Vorteil sind die kurzen Wege», betonte Dufner-Wucher. Neu ist in diesem Jahr auch, wie berichtet, die Festwochenverordnung, die vor allem klare Regeln in Sachen Jugendschutz vorgibt (siehe Infokasten).

Dafür, dass diese eingehalten werden, sollen vor allem verstärkte Kontrollen von Polizei, Sida und Jugendamt helfen. Letzteres wurde, wie Konrad Huger von der städtischen Jugendarbeit betonte, bereits im Vorfeld aktiv. «Wir haben die Verordnung an den Schulen publik gemacht, damit die Heranwachsenden Bescheid wissen.

» Würden sie dennoch auffällig, laufe das zuerst über Polizei oder Sida. «Und wir übergeben sie dann an die Mitarbeiter des Jugendamts, die dann die Fachgespräche führen», meinte Michael Keck, Leiter der Polizeiinspektion.

Über weitere Inhalte der Verordnung sprach Thomas Schuhmaier, Leiter des Rechts- und Ordnungsamts. So regelt die «Hausordnung» der Festwoche unter anderem auch folgende Punkte:

Alkohol Ob Jugendliche oder Erwachsene: Alkohol darf niemand aufs Gelände mitbringen

Schankgefäße Maßkrüge oder alle anderen Arten von Geschirr bleiben auf dem Gelände. «Auch die Tatsache, dass man Pfand bezahlt hat, berechtigt nicht dazu, Krüge oder Gläser mitzunehmen», so Schuhmaier.

Wildbieselei Diese soll ganz klar unterbunden werden. Dafür gibt es heuer vier weitere Toilettenanlagen auf dem Gelände. Und wenns auch noch so dringlich ist: Der Abstecher ins Gebüsch ist tabu.

Hunde Vierbeiner, die nicht angeleint sind, haben auf der Festwoche nichts zu suchen.

Die Verordnung, betonte Schuhmaier, werde konsequent, «aber mit Fingerspitzengefühl» vollzogen. Das gelte vor allem auch für Jugendliche, die die Regeln missachten.

Und was gilt noch in Sachen Sicherheit? «Das Konzept, das wir seit 2005 haben, wurde immer weiter ausgebaut», erläuterte Stephan Rudolph, Leiter des Amts für Brand- und Katastrophenschutz. Wichtig sei vor allem die Vorbereitung auf Unwetter. Rudolph: «In der Not müssen wir da das ganze Gelände schnell räumen können.

» Auf ein erprobtes Konzept greife man zurück, wenn es abends allzu voll wird: «Ab ungefähr 15000 Besuchern machen wir dicht», sagte Rudolph. Das gefalle zwar vielen Besuchern ganz und gar nicht, aber die Methode habe sich bisher bewährt.

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