Ein Schub für das Forettle

Kaufbeuren | avu | Sollten sich die Visionen des Kaufbeurer Unternehmens Dobler verwirklichen, wird sich das Gesicht des Forettles in den nächsten Jahren deutlich verändern. Denn es gibt Pläne zur Erweiterung des Medicenters in der Gutenbergstraße, zudem könnten in der Nachbarschaft ein Bürohaus sowie eine Wohnanlage mit Lofts (geräumige Wohnungen) entstehen. Das Unternehmen sieht sein Vorhaben auch vor dem Hintergrund der weiteren Entwicklung des ganzen Viertels, für das es zwar seit langem immer wieder Planansätze, aber keinen wirklichen Schub gibt.

Ökonomischer Druck auf Ärzte

Eine Erweiterung des Medicenters sei von Anfang an vorgesehen gewesen, sofern sich der Bedarf ergibt, sagt Projektleiter Thomas Maier, der auf den ökonomischen Druck in den Arztpraxen durch die Änderungen im Gesundheitswesen verweist. Die Sparpotenziale in einem 'betreuten Gesundheitszentrum' seien offensichtlich, ohne dass eine Konkurrenz zu den Krankenhäusern und deren Dienstleistern oder innerhalb des Hauses aufgebaut werden solle. Das Unternehmen möchte somit heuer mit den konkreten Planungen beginnen. Gleichzeitig läuft die Suche nach Mietern aus der Gesundheitsbranche - von Medizinern über Fachleute für Prävention bis hin zu nichtärztlichen Therapeuten. Sobald 80 Prozent der Flächen des Neubaus vergeben sind, sollen die Bagger anrollen. Die bisher vorliegenden Grobpläne sehen eine spiegelbildliche Erweiterung des Medicenters Richtung Osten auf freiem Grund vor (siehe Grafik). Rund 2000 Quadratmeter vermietbare Fläche ist vorgesehen. Weitgehend offen sind nach Unternehmensangaben die gestalterischen Fragen, etwa das Aussehen der Fassade. Entwickelt sich das Projekt wie vorgesehen, könnte im Jahr 2009 Baubeginn und 2010 Eröffnung gefeiert werden.

Projektleiter Thomas Maier berichtet auch von diversen Anfragen bezüglich Büros, die allerdings nicht ins Konzept des Medicenters passten. Das Unternehmen möchte eine homogene Mieterschaft. So sei die Idee für ein Bürohaus entstanden, das am Standort des Arbeitsgerichtes geplant ist. Auch dafür will man nun Mieter akquirieren und mit Erreichen der 80-Prozent-Hürde Nägel mit Köpfen machen. 900 Quadratmeter vermietbare Fläche ist dort vorgesehen. Ähnlich möchte Dobler bei den Plänen für das Wohngebäude im Bereiche des Forettles vorgehen.

Die Zahl der Parkplätze soll um 90 aufgestockt werden. Auch über eine Tiefgarage und Parkmöglichkeiten im Erdgeschoss des Bürohauses wird nachgedacht. 'Die Visionen lassen sich auf andere Bereich des Forettles ausdehnen', so Maier. Vorgesehen ist wie berichtet, die ehemalige Kunstanstalt abzureißen, um zu zeigen, welche Brachflächen in Kaufbeuren vorhanden sind. Baupläne gibt es dort nach Unternehmensangaben noch nicht.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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