Kaufbeuren / München
Ein Schirmherr mit besonderer Beziehung zu Kaufbeuren

Dreimal wirkte der Vater des bayerischen Finanzministers Georg Fahrenschon als Kind beim Tänzelfestzug mit. Am Sonntag wird er ihn als Zuschauer erleben, vermutlich als stolzer Vater, der sich als Kind bestimmt nicht hat vorstellen können, dass sein Sohn einmal Schirmherr des Festes sein wird. Doch manchmal schreibt das Leben eben die sonderbarsten Geschichten.

Denn Minister Fahrenschon ist nicht wirklich Schirmherr. Dies hätte heuer nämlich Ministerpräsident Günther Beckstein sein sollen. Er hatte schon zugesagt, dann kam die Landtagswahl dazwischen und Beckstein verlor sein Amt. Nachfolger Horst Seehofer übernahm den Termin zwar, kann aber nicht selbst dabei sein und entsandte seinen Finanzminister.

Im Prinzip ist er nun eben doch der Schirmherr und - glaubt man den Meteorologen - wird es kein ganz leichtes Amt. Denn nach einem Kälteeinbruch in der Nacht zum Samstag ist derzeit noch zweifelhaft, wie das Wetter am Sonntag und Montag zu den Festzügen wird. Die Kaufbeurer hoffen wie jedes Jahr auf ihre Heilige Crescentia - und so hat auch Fahrenschon gute Aussichten, dass er mit seiner Familie das farbenfrohe Tänzelfest trocken erlebt. Begeistert davon werden bestimmt auch seine beiden Kinder sein, die den Minister samt Ehefrau und Eltern nach Kaufbeuren begleiten.

Der Großvater Fahrenschons war übrigens einst Lehrer in Kaufbeuren. Der Vater (Jahrgang 1923) lebte von 1928 bis 1936 und von 1945 bis 1946 in Kaufbeuren. Er hat bis heute Schulfreunde hier. Und so war auch Georg Fahrenschon (41) schon öfters rein privat in der Wertachstadt.

Begeisterung für den Fünfknopfturm

Vor allem der Fünfknopfturm begeisterte ihn als Kind, erinnert sich der gebürtige Münchener. Und wenn er heute in der Landeshauptstadt am Neuen Rathaus vorbeiläuft, wird er auch «sofort an Kaufbeuren erinnert. Denn Architekt Georg von Hauberrisser hat ja auch das Rathaus in Kaufbeuren gebaut», weiß Fahrenschon.

Als Schirmherr des Tänzelfestes wird er dort am Sonntag vom Oberbürgermeister und den Honoratioren der Stadt empfangen, bevor er den Festzug genießen darf. Und darauf freut sich Fahrenschon besonders. Denn: «Mein Vater hat mir oft von diesem farbenprächtigen Umzug erzählt.»

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