Hohenschwangau / Prem
Ein Preis für den Nationalpark im Ammergebirge

Zwei junge Frauen unterstützen ein altes Projekt. Für den Nationalpark Ammergebirge, der bereits vor Jahrzehnten diskutiert wurde, setzen sich Ariane Lubberger und Stefanie Barnsteiner ein. Die beiden kamen vor wenigen Tagen mit dem Sonderpreis im «BundesUmweltWettbewerb» aus Kiel zurück. «Nationalpark Ammergebirge - Utopie oder zukunftsträchtiges Modell?» ist das Thema der Arbeit, für die sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgezeichnet wurden.

Die Diskussion um den Nationalpark bekam vor wenigen Jahren neuen Schwung, als sich Dr. Johann Ehrhardt aus Halblech dafür stark machte, ein rund 380 Quadratkilometer großes Areal zwischen Füssen und Garmisch-Partenkirchen unter besonderen Schutz zu stellen. Das Mitglied im Naturschutzbeirat bei der Regierung von Schwaben hatte damit freilich ein umstrittenes Projekt reaktiviert: Waldbesitzer und Kommunen lehnen es ab, Naturschützer begrüßen es.

«Unser Engagement geht weiter»

Jetzt hat Ehrhardt zwei weitere Mitstreiterinnen: «Unser Engagement geht weiter», sagten Ariane Lubberger und Stefanie Barnsteiner, als sie vor wenigen Tagen den Sonderpreis im «BundesUmweltWettbewerb» erhielten.

Die beiden jungen Frauen aus Prem befassten sich zunächst in ihren Facharbeiten für das Abitur 2007 am Gymnasium Hohenschwangau getrennt mit dem Thema. Im Leistungskurs Biologie, den Peter Däxle leitete, belegte Stefanie Barnsteiner mit vielen eigenen Ideen die Nationalpark-Würdigkeit des Ammergebirges. Dabei grenzte sie das Gebiet ohne Berührung privater Nutzer auf Flächen des Staatsforstes ein und erweiterte ihre Untersuchung um wirtschaftliche und touristische Belange. Im Fach Deutsch, betreut von Lehrer Georg Grimm, verfolgte Ariane Lubberger die dynamische Entwicklung des sensiblen Themas im Weg durch die Medien und deren Einfluss auf die öffentliche Meinung.

Geistes- und Naturwissenschaft

Während sie ihr Studium aufnahmen, machten sie sich an die schwierige Aufgabe, die beiden als hervorragend bewerteten Arbeiten unter einen Hut zu bringen und verbanden so Geisteswissenschaft mit Naturwissenschaft. Diese Vernetzung, meint Schulleiter Peter Däxle, brachte ihnen den Sonderpreis des diesjährigen Wettbewerbs mit dem Thema «Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln» ein.

Zuerst ging es nach Berlin zum «Tag der Talente», zu dem Bundesministerin Anette Schavan die Preisträger eingeladen hatte. «Wir fuhren hin, ohne zu wissen, was wir gewonnen haben», erinnert sich Lehrer Georg Grimm. Bald erfuhren sie es. «In Kiel sollten wir einer Jury von Professoren unser Projekt vorstellen», sagt Stefanie, «und gleich drauf kam die Einladung zur Preisverleihung».

Die Workshops in Berlin mit jungen Wissenschaftlern und Künstlern und die Veranstaltungen an der Uni Kiel werden sie nicht so bald vergessen. Aktuell steht weitere Öffentlichkeitsarbeit wie der Aufbau einer Internetseite an.

Weitere Infos unter www.initiative-nationalpark-ammergebirge.de

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