Kempten
Ein Paar gerät ins Straucheln

Was ist da passiert, wenn es heißt «Empfänger verzogen»? Wohin ist er und wer wollte ihm was schicken? Was ist mit ihm passiert und war er wirklich derjenige, für den die Postsendung gedacht war? «Empfänger verzogen» ist der Titel der achten Eigenproduktion des Theaters in Kempten (TiK), die am Freitag, 16. Oktober, im Theater-Oben uraufgeführt wird.

Zu dem Tanztheater von Jochen Heckmann (Choreographie und Inszenierung) schrieben die Komponisten Dr. Alfred Huber (Wengen/Oberallgäu) und Wolfgang W. Lindner (Dozent für Percussion am Vorarlberger Landeskonservatorium in Feldkirch) die Musik. Mit dem Stück startet das TiK in die Spielzeit 2009/2010. Gleichzeitig ist es Bestandteil des Festivals «Emotion and Meaning in Music» (15. bis 18 Oktober), das - von Huber organisiert - mit Vorträgen und Konzerten dem Wesen von Neuer Musik nachspürt (wir berichteten).

Auf Hochtouren laufen die Proben auf der kleinen Bühne im Kemptener Stadttheater. Eine begeisterte Beobachterin ist die Künstlerin Angela Lohr aus Markt Rettenbach (Unterallgäu).

Die Thomas-Dachser-Gedenkpreisträgerin 2009 übernahm für die junge Tänzerin Beatrix Koller eine Patenschaft. Dank Lohrs 1000-Euro-Spende kann Heckmann seine Geschichte wie geplant mit vier Tänzern erzählen. «Die Probe ist unglaublich spannend», so Lohr nach ihrem ersten Besuch. Neben Heckmann und Koller tanzen Adriana Mortelliti (auch für Kostüme zuständig) und Corneliu Ganea.

«Ausgangspunkt der Geschichte ist ein Paar, das - als eine dritte Person und eine vierte Person hinzukommen - in immer neue Situationen geworfen wird», sagt Heckmann, für den es galt, zur Musik von Huber/Lindner tänzerische Entsprechungen zu finden.

«Hubers Musik, die im ersten Teil erklingt, ist sehr figurativ, hat eine gewisse Körperlichkeit, Lindners Musik dagegen unglaublich komplex, aber auch sprunghaft», so Heckmann.

Alfred Huber komponiert

Während Lindner seine sechs Stücke in Vorarlberg und Italien (in Latium und am Gardasee) komponierte, ging sein Freund Alfred Huber einen anderen Weg: Er nahm Paraphrasen aus eigenen bereits veröffentlichten Werken und kreierte daraus eine sechssätzige Suite. Von den Musikern Andreas Schablas (Klarinette), Florian Längle (Marimbaphon), Michael Juen (Percussion) und Alexej Khrushchov (Saxofon) werden die Werke live gespielt - mit einer Ausnahme. Hubers «Nachtmusik», die den ersten Teil beschließt (ein Streichquintett), kommt vom Band. «Der Aufwand wäre sonst zu groß gewesen», sagt Huber.

Aufführungen: 16. Oktober (20 Uhr, Uraufführung bereits ausverkauft), 24. Oktober (19 Uhr), 25. Oktober (16 Uhr), 6. November (20 Uhr), 7. November (19 Uhr), 26. November (20 Uhr). Karten: Service-Center unserer Zeitung oder unter Telefon 01805/132132.

www.theaterinkempten.de

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