Kaufbeuren
«Ein Kleinod der Villenarchitektur»

Anfangs war Christoph Welsch skeptisch, wie das Trentinihaus zu renovieren sei, aber mittlerweile hat sich für ihn der Kauf 2005 gelohnt. Denn für die Sanierung des Gebäudes hat der Kaufbeurer Architekt nach dem Denkmalpreis des Bezirkes 2009 nun auch die Denkmalschutzmedaille des Freistaates vom Bayerischen Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Wolfgang Heubisch, verliehen bekommen.

«Die Sommervilla der Kaufbeurer Familie Heinzelmann aus dem 19. Jahrhundert hatte nach zahlreichen Umbauten ihr schlossartiges, repräsentatives Aussehen verloren. Christoph Welsch hat mit hohem Einfühlungsvermögen und nach genauer baugeschichtlicher Analyse die vorhandenen Denkmalwerte wiederhergestellt und eine angemessene Nutzung für das Landhaus als Haus der Gesundheit gefunden», würdigte der Minister den Preisträger. Welsch bekam die Medaille bei der Auftaktveranstaltung des Tages des offenen Denkmals in Dinkelbühl verliehen.

2005 kaufte der Architekt das Haus, um es im Familienbesitz zu halten.

Nach intensiven Vorgesprächen mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) ließ er die Villa zu einem der «repräsentativsten Baudenkmäler seiner Zeitepoche», umbauen, so Hildegard Sahler vom BLfD.

Zur Zeit Goethes entstanden

Das großbürgerliche Gebäude entstand zur Zeit Schillers und Goethes 1806 am westlichen Wertachufer als Gartenhaus mit Nebengebäuden und einem großen Garten. Zwar spazierte darin die Kaufbeurer Prominenz ein und aus, doch der Garten - einst bis an das heutige Jakob-Brucker-Gymnasium reichend - wurde Stück für Stück verkleinert. 1860 erfolgte der Anbau von drei unterkellerten Fensterachsen und einem zweigeschossigen Giebelrisalit am Hauptgebäude.

Von 1903 bis 1925 war übrigens der namensgebende Generalmajor a. D. Alois Trentini Mitbesitzer des Hauses. Heute wird das Gebäude gewerblich genutzt und wertet das Ensemble am Wertachufer an der Crescentiabrücke deutlich auf. «Ein Kleinod der Villenarchitektur des 19. Jahrhunderts ist wieder erstanden», meinte deshalb Minister Heubisch treffend.

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