Türkheim / Buchloe
Ein klares Nein zur Spielhalle

Am Ende war die Entscheidung eindeutig: Ein klares Nein sagte der Marktgemeinderat Türkheim zum Antrag des Buchloer Geschäftsmanns Martin Knie zur Errichtung einer Spielhalle an der Jakob-Sigle-Straße. Nur zwei Gemeinderäte stimmten dafür, der Rest war dagegen.

Vorausgegangen war zunächst eine Diskussion im Bauausschuss (wir berichteten). Hier hatte sich bereits angedeutet, dass es Probleme mit den Stellplätzen geben könnte. 25 seien für das Anwesen vorhanden, davon entfielen vier auf den ehemaligen Laden für Autozubehör - zu wenig für eine Umwandlung in eine Spielhalle. Die benötige nämlich, so Bürgermeister Silverius Bihler, «an der unteren Grenze» zehn.

Rein vom Mischgebiet her gesehen wäre laut Bihler eine Spielhalle denkbar, nicht jedoch, was die Anzahl der Stellplätze betrifft. Selbst bei einer Ablöse gebe es das Problem, dass die Stellplätze in der Nachbarschaft nicht geschaffen werden könnten.

Franz Haugg (Freie Wähler): «Wenn wir die Spielhalle verhindern können, sollen wir das verhindern. Die Automaten sind das Hauptproblem. Es geht um die Jugend und um labile Erwachsene. Dazu ein klares Nein!»

Die Geldspielautomaten überwiegen

Die Spielsucht der Jugend nicht fördern will auch Otto Mayer (CSU). Roswitha Siegert, die im Bauausschuss eine gewisse Sympathie mit dem «Casino», wie es in Buchloe betrieben wird, angedeutet hatte, schwenkte ebenfalls um: «Im Plan sind 16 Geldspielautomaten und nur sechs Unterhaltungsgeräte vorgesehen. Ich hätte es begrüßt, wenn es mehr Unterhaltungsgeräte gewesen wären.» Zudem habe sie recherchiert, dass es im Umkreis von 25 Kilometern um Türkheim bereits acht Spielotheken gebe. Siegert: «Das passt nicht in unser Gebiet.»

Ein klares Nein ebenso von der SPD-Fraktion, die sich bereits vorab gegen die Spielhalle ausgesprochen hatte. Martin Reifer: «Das brauchen wir nicht, das wollen wir nicht.»

Lediglich Doris Angele (FW) wollte sie zulassen: «Ich bin zwar kein Fan von Geldspielautomaten, doch hat das «Casino» in Buchloe eine gepflegte Atmosphäre. Außerdem befürchte ich einen längeren Leerstand, wenn dort keine Gaststätte reinkommt. Und schließlich muss niemand an einem Automaten stehen.» Mit ihr gab es nur noch eine Ja-Stimme. 18 Markträte lehnten das Vorhaben ab.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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