Oberallgäu
Ein Jahr der Rosen und der reichen Ernte geht zu Ende

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Ein Jahreswechsel ist immer Anlass, inne zu halten und zurückzublicken. Was hat es nicht alles gebracht, das zu Ende gehende 2009 - an Freude, Glück, aber auch an schlimmen Ereignissen, privat oder auch gesellschaftlich. Wir baten einige Oberallgäuer um ihren ganz persönlichen Jahresrückblick.

Die Finanzkrise hat Ralf Schmid, Betriebsleiter eines mittelständischen Unternehmens im Bereich regenerativer Energien beschäftigt. «Unserer Firma geht es gut, aber viele Zulieferer leiden, haben Kurzarbeit. Da fragt man sich schon, wie wird es wohl 2010?» Das letzte Jahr war für den 47-Jährigen aber auch ein Freudenjahr: «60 Jahre Bundesrepublik Deutschland und die Feierlichkeiten zum Jubiläum 20 Jahre Mauerfall in Berlin haben mich berührt.» Der Buchenberger freut sich darüber, dass heutzutage auch Nationalstolz gezeigt werden darf. «Da hat sich einiges geändert. Und das ist gut so.»

So eine reichliche Rosenblüte wie 2009 hat Hubert Hingerl (77), Altbürgermeister von Betzigau, schon lange nicht mehr erlebt. Deshalb bleibt im das zu Ende gehende Jahr auch als Rosenjahr in Erinnerung. In seinem Garten wachsen rund 15 Rosensorten, auch Wildrosen. Gerne hole er sich Rosensträuße ins Haus, auch wegen ihres guten Dufts.

Über eine gute Ernte freute sich auch Oberallgäus Ehrenkreisbäuerin Hannelore Siegel aus Durach. Salat, Gemüse, Früchte, alles sei reichlich ausgefallen. Jetzt werde vieles verschenkt, «denn mein Mann und ich können ja nicht 100 Gläser Marmelade verputzen». Das Jahr bleibe ihr aber auch als Jahr der Uneinigkeit unter den Milchbauern in Erinnerung. Die 68-Jährige hofft in Zukunft auf mehr Verständnis und Toleranz unter den Landwirten.

Corinna Baldauf aus Waltenhofen hat 2009 ihr Auslandsjahr in Frankreich beendet und viele neue Freundschaften geschlossen. «Und vor allem durfte ich das erste Mal wählen gehen,» sagt die 18-Jährige Gymnasiastin, die als Volljährige nun die neu gewonnene Freiheit wie selbst Autofahren oder langes Ausgehen genießt. Gesellschaftlich bleibt ihr der tragische Tod von Fußball-National-Torwart Robert Enke im Gedächtnis und die Wahl des US-Präsidenten Barack Obama.

Viele liebe Menschen sind Julia Martin aus Wiggensbach beigestanden, «wenn ich nicht alleine weitergewusst habe.» Die 14-Jährige hat 2009 als ein lehrreiches und gutes Jahr für sich selbst empfunden. Berührt hat sie unter anderem der Tod von Michael Jackson, der ihr immer als «voll guter Tänzer» in Erinnerung bleiben wird.

Der Lückenschluss des Radwegs zwischen Rappenscheuchen und Burg war für die 22-jährigen Carina Hafner ein freudiges Ereignis im vergangenen Jahr, Die junge Gemeinderätin im Altusrieder Gemeinderat findet es außerdem ganz prima, dass vor kurzem auch eine für Krugzell bedeutsame Entscheidung fiel: Das Bezirksmusikfest 2012 wird die Musikkapelle Krugzell austragen. Wenig Verständnis hat die zahnmedizinische Fachangestellte für den «Rummel» , der um Michael Jacksons Tod veranstaltet wurde.

Ein trauriges Ereignis musste Christoph Betz, Jugendpfleger von Altusried, verkraften. Sein Vater ist im vergangenen Jahr gestorben. Die berufliche Entwicklung verlief für ihn gut. Positiv fand er, dass es jetzt an der Schule zwei Gruppen der offenen Ganztagsschule gibt statt wie vorher eine. Auch die Zahl der Mitarbeiter sei gestiegen. Ein sehr schönes Jahr sei 2009 für seine Familie mit den beiden Kindern gewesen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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