Pfronten
Ein «Hoigarte», den man nicht so schnell vergisst

Den «Hoigarte» des Heimatvereins Pfronten zusammen mit «Versles-Mächlarn», «Pfrontar Buebe», «Jodler-Quartett» und der «Öscher Saitenmusig» im Pfarrheim wird man wohl nicht so schnell vergessen. Das war ein Abend voller Lachsalven, Heiterkeit und musikalischem Hochgenuss. Ein Abend zum «Krank- und Totlacha, oifach schea!», so die begeisterten Zuschauer am Schluss der Vorstellung.

Auch wenn er meinte, er sei kein Profi, moderierte Manfred Hartmann die Veranstaltung zum 21. Mal. Mit seinen hintergründigen Versla und lustigen Geschichten verstand er es meisterhaft, die lockere Stimmung auf Mitwirkende und Publikum zu übertragen. Was dem Publikum am Hoigarte besonders gefällt, sind die unverfälschten Begebenheiten und lustigen Geschichten aus dem Leben Pfrontener Originale. Die Verslesmacher haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese in Gedichtform aufzuschreiben und späteren Generationen zu erhalten.

Ein Ohrenschmaus höchster Qualität war das Rahmenprogramm der Pfrontar Buebe mit ihrem Dirigenten Christoph Dasser, der Öscher Saitenmusig mit Christine und Alfred Hipp (Zither und Bassgitarre) und Marion Schönherr mit Harfe und Hackbrett. Stürmischen Beifall ernteten für ihre Stimmen die Mitglieder des Jodlar-Duos Christine März und Robert Hirmer, der zuvor mit einem Jodlersolo Premiere feierte.

Gleich am Anfang nahm Willy Hörmann mit «dr Montebaikar» Waldbesitzer, Förster, Jäger und Mountainbiker auf die Schippe. Mit den Beiträgen «Horch sie leben noch» mit unvergesslichen Espakaden eines Pfrontener Orginals und «z Obed» strapazierte er die Bauch- und Lachmuskeln des Publikums. Otto Metz, der nach langer Pause wieder beim Hoigarte auftrat, schilderte «wia früher s Beichte bei d Lausbuebe abgloffe isch» und stellte fest, «dass dr Vater koi Bohne besser war». Fred Flemnitz erinnerte mit seinem nachdenklichen Versle «Eisre Kiarchaglogga» an die Vergänglichkeit. Viel zu lachen hatte das Publikum mit dem Vortrag von Hilde Heer «Overstande», denn bei dem Pfrontener Dialekt in einem großen Möbelhaus haben die Verkäufer alles verstanden, nur nicht, was sie kaufen wollte.

Ein krönender Abschluss des Hoigartes ist immer der Auftritt der «Pfrontar Buebe», die mit dem «Stoijodler» und dem aus dem norditalienischen Valtal stammenden Lied «Val Sugana» die Zuschauer begeisterten und zum Abschluss gemeinsam mit dem Publikum das Pfrontener Lied «Wenn im Silberglanz der Sterne» anstimmten.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by Gogol Publishing 2002-2019