Westendorf
Ein Heimsieg gegen die Abstiegssorgen

Nach einem fulminanten Kampfabend in der TSV-Arena fuhren die Westendorfer Ringer einen ungefährdeten Heimsieg gegen das Schlusslicht RSV Spiesen-Elversberg ein. Insgesamt sieben Einzelsiege sprechen für die tolle Leistung der jungen Mannschaft. Schon im Vorfeld wurde dieses Duell als richtungsweisend für den Klassenerhalt in der Zweiten Ringer-Bundesliga erklärt.

Zu Beginn musste Tizian Reggel die erwartete Niederlage gegen Lirydon Avdyli hinnehmen (0:4). Doch György Rizmajer sicherte sich gleich darauf einen sicheren 3:0-Rundensieg. Nichts zu ernten gab es aber auch für Thomas Simnacher gegen den physisch sehr starken Yakub Sari (0:4). Dass auf Micheil Tsikovani wieder zu einhundert Prozent verlass ist, zeigte der Grieche erneut in beeindruckender Weise. Kurz vor Ende der ersten Runde landete er seinen dritten Schultersieg in der laufenden Saison. Nichts für schwache Nerven war dann der Leichtgewichtkampf im freien Stil. Hier musste Steve Masuch die ersten beiden Runden nach verbissenen Kampf an Mehmet Baygus abgeben. Doch dann machte sich die enorm starke Kondition des 17-Jährigen bezahlt. Er siegte noch absolut verdient mit 3:2. Somit stand es zur Pause 10:10-Remis.

Nach der Pause glänzte Michi Heiß: Der Gymnasiast drehte nach der ersten Runde richtig auf und zerlegte seinen Gegner Petrit Avdyli nach allen Regeln der Kunst. Nicht nach Plan verlief der Kampf von Max Goßner. Gegen den gleichwertigen Kevin Bredy konnte Goßner keine technische Wertung erzielen und war im Standkampf teilweise unterlegener. Er musste sich mit 0:1 geschlagen geben, da in dem Kampf nach vier Runden kein Athlet eine technische Wertung erzielte. Für die Vorentscheidung sorgte Christian Stühle. Gegen den ehemaligen Weltklasseringer Sergej Kowalenko gab Stühle zwar eine Runde ab, siegte aber dennoch technisch überlegen (4:1). Schöne Techniken bekamen die vollkommen begeisterten Fans von Shenol Ali Ahmed zu sehen. Der Bulgare zerlegte seinen Kontrahenten nach Strich und Faden und siegte ebenfalls technisch überlegen.

Im letzten Kampf des Abends versetzte «Pippo» Heiß die nun tobende Menge in absoluten Freudentaumel: Sein Gegner brachte knapp fünf Kilo übergewicht auf die Waage, womit der Kampf schon im Voraus mit 4:0 für den Westendorfer Ausnahmeringer gewertet wurde. Trotz des großen Gewichtsunterschied gelangen Heiß etliche Ausheber, Durchdreher und einen Schulterschwung. In der zweiten Runde gelang im eine Fünferwertung, in der dritten Runde vollendete er seine Glanzleistung mit einem Schultersieg.

«Heute haben alle super gekämpft und wir haben absolut verdient gewonnen. Wenn wir in zwei Wochen gegen Hüttigweiler erneut punkten könnten, wäre das noch ein weiterer Schritt in Richtung Klassenerhalt», so der überglückliche Cheftrainer Bernhard Hofmann. Am kommenden Samstag ist das Bundesligateam zu Gast beim Spitzenreiter der Zweiten Liga, der TuS Adelhausen. (mgr)

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Allgäuer Zeitung aus Kempten

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