Ein Haushalt wie aus dem Bilderbuch

Ofterschwang (elm). Weniger Schulden, mehr Bewegungsfreiheit und mehr Investitionen prägen heuer die Haushaltslage in Ofterschwang. Entsprechend zufrieden präsentierten Bürgermeister Alois Ried und Kämmerin Christine Mayland den Etat 2007 dem Gemeinderat. Der segnete das Finanzwerk einstimmig ab.

Christine Mayland, Kämmerin bei der Verwaltungsgemeinschaft Hörnergruppe, ist jedenfalls begeistert davon, wie die Gemeinde wirtschaftet: 'Das ist ein Haushalt wie aus dem Bilderbuch' - und nicht der erste: Denn seit Antritt des damals neu gewählten Gemeinderats 2002 hat Ofterschwang seine Schulden um 1,4 Millionen auf 3,1 Millionen Euro reduziert - also um fast ein Drittel. Das gelang trotz alljährlicher Investitionen in Sinnvolles und Notwendiges: Vom Hochwasserschutz über das neue Gästeamt, dem Erwerb von Gewerbeflächen bis zu heuer anstehenden Kanalarbeiten hat die Gemeinde immer wieder Geld in die Hand genommen. Alleine heuer ist ein Investitionsvolumen von 1,35 Millionen Euro vorgesehen.

Konstruktive Zusammenarbeit

Das Lob von Gemeinderätin Sigrid Pulfer für die gute Arbeit der Verwaltung - 'find' ich super' - gab Bürgermeister Alois Ried auch gleich an den Rat zurück: In Ofterschwang werde eben konstruktiv zusammengearbeitet. Mit einem Volumen von 5,5 Millionen Euro fällt der Haushalt kräftiger aus als der des Vorjahres (4,6 Millionen). Während der Verwaltungshaushalt mit 3,6 Millionen Euro knapp über dem des Vorjahres liegt, beträgt der Vermögenshaushalt mit 2,0 Millionen fast doppelt soviel wie 2006 (1,1 Millionen).

'Gewaltige Zins-Entlastung'

Der Verwaltungshaushalt ist geprägt von günstigen Einnahme-Entwicklungen. So rechnet Kämmerin Mayland bei der Vorauszahlung des Fremdenverkehrsbeitrags von gewerblichen Betrieben mit Mehreinnahmen, ebenso bei den Anteilen aus Einkommens- und Umsatzsteuer sowie bei den Schlüsselzuweisungen. Ausgegeben werden sollen für Straßensanierungen rund 70 000 Euro (etwas weniger als 2006), für den laufenden Unterhalt an Bächen 25 000 Euro und Zuschüsse für Skiveranstaltungen in gleicher Höhe. Insgesamt erwirtschaftet die Gemeinde aus dem laufenden Verwaltungsbetrieb einen Überschuss von rund 600 000 Euro, der dem Vermögenshaushalt zugeführt wird und für Investitionen zur Verfügung steht.

Zusätzlich zum ordentlichen Schuldendienst in Höhe von 180 000 Euro will die Gemeinde nochmals 446 000 Euro für außerordentliche Tilgung einzusetzen. Laut Bürgermeister Ried spart der Schuldenabbau seit 2002 der Gemeinde inzwischen Zinsen in Höhe von jährlich rund 120 000 Euro. 'Gewaltig' nennt diese Entlastung auch Mayland. Freilich solle man trotz der guten Zahlen 'nicht zu euphorisch' werden: Gerade die Gewerbesteuer, die auch heuer sehr zum gelungenen Haushalt beiträgt, sei starken Schwankungen unterworfen.

Der Haushalt 2007 sieht neben den laufenden Ausgaben den Bau des Kanalnetzes für den Ortsteil Sigiswang mit Gesamtbaukosten in Höhe von 775 000 Euro vor (der allerdings zu 70 Prozent gefördert wird), daneben unter anderem die Neuverlegung der Wasserleitung von Westerhofen nach Sigishofen mit 88 000 Euro, eine Straßenentwässerung am Panoramaweg mit 98 200 Euro, den Bau eines Kinderspielplatzes, den Dorfplatz in Westerhofen und eine Kostenbeteiligung zum Bau des Geh- und Radwegs von Sigishofen nach Westerhofen mit 40 000 Euro. Für den Kauf von Gewerbeflächen stellt die Gemeinde heuer vorsorglich 197 400 Euro bereit.

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