Ein Haus der Erholung für Körper, Geist und Seele

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Kaufbeuren | kfr | Schlicht aber keinesfalls karg wirken die Zimmer im sanierten Kaufbeurer Haus St. Franziskus. Ein Bett, Tisch und Schrank aus Holz stehen für die Gäste bereit. Und eben diese Schlichtheit lädt den Besucher zum Verweilen in dem Exerzitienhaus ein, das zum Komplex des Crescentiaklosters gehört. Bevor das mehrstöckige Gebäude offiziell eröffnet wurde, wagten viele Interessierte erst einmal einen Rundgang durch die Gemäuer.

Es sei 'ein Haus der Erholung für Körper, Geist und Seele', sagte Schwester Regina Winter, Generaloberin des Crescentia-Klosters, bei der Einweihung. Ihr besonderer Willkommensgruß galt dem Crescentia-Forscher Dr. Karl Pörnbacher, dem offenbart wurde, dass er schon fast zum Kloster gehöre. Bei der Gestaltung der Zimmer, an deren Türen jeweils der Name eines franziskanischen Heiligen prangt, hätten sich die Mitschwestern überlegt, wie eine Wohlfühlathmosphäre entstehen könne. 'Es geht um ein Haus, das zwar klein ist, aber dessen Bedeutung weit über die Grenzen der Stadt reicht', so Schwester Regina.

Als Kleinod ist ein Garten an das Gebäude angegliedert, der im Sommer bei der Aktion 'Drei Tage Zeit für Helden' hergerichtet wurde. Zu den fleißigen Helfern zählten auch Bernd Riedl und vier Jugendliche, die ihre Erfahrungen in Form eines Liedes vortrugen.

'Alle Fassaden sind nach den neuesten Energiesparrichtlinien gedämmt worden', meinte der für die Sanierung verantwortliche Architekt, Karl Rubner. Etwa zwölf Monate habe die Bauzeit betragen.

Laut Schwester Regina suchen viele 'eine Antwort auf die Nöte unserer Zeit'. Die Hektik, das innere Getriebensein, unter dem einige leiden, hätten zur Sanierung des Hauses St. Franziskus geführt. 'Während meiner Zeit als Militärpfarrer wurde ich oft gefragt, was Exerzitien sind', sagte Stadtpfarrer Adolph Nießner. Doch statt von geistlichen Übungen zu erzählen, habe er geantwortet: 'Komm und sieh, iss und trink und lass es Dir gutgehen.' Er wünsche sich, dass die Gäste nach ihrem Aufenthalt mit einem Gefühl der Dankbarkeit weggehen.

Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse betonte, dass Stadt und Kloster selbst in schwierigen Zeiten immer zusammengehalten hätten. Als nächstes Projekt stehe der Klostergarten an, so die Generaloberin. 'Er soll ein Besinnungsgarten nach dem Sonnengesang des Heiligen Franziskus werden.' Diesen hatte Richard Waldmüller vor einiger Zeit vertont. Er führte das Werk bei der Einweihung zusammen mit den Schwestern des Klosters auf.

'Ein festes Konzept gibt es noch nicht für das Exerzitienhaus, aber wir sind offen für alles', meinte die Generaloberin. Als Angebote sollen die Gäste an den Gebeten teilnehmen und im Refektorium des Klosters dabeisein können. Winter: 'Und wenn jemand seine eigene Bettwäsche mitbringt, gibt es einen kleinen Preisnachlass.'

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