Oberjoch
Ein Gastank als besonderer Kick

Mit Board oder Skiern über ein Geländer schießen - das kann man in einem Funpark. Auch über Kicker fliegen oder auf Boxen springen. Aber im «Funpark Honey Hills» am Oberjoch steht auch ein Gastank mitten im Park. Ein Hindernis, das sich in der Umgebung so nirgendwo finden lässt.

Das «Ostacle» ist dem Parkkonzept geschuldet: Fleißige Freiwillige kümmern sich darum, dass der Park überhaupt in Form ist, entwerfen neue Hindernisse oder präparieren die vorhandenen. Der mittlerweile ab Mittag sulzige Schnee ist für Funpark-Fahrer sogar von Vorteil, weiß Christoph Kroll: «Im Unterschied zur Piste fährt es sich besser im Sulz. Man landet weicher, wenn man fällt», sagt der 21-Jährige grinsend. Er ist einer der Freiwilligen, die sich um den Park kümmern, wohnt «gleich ums Eck», etwa 200 Meter vom Park entfernt.

Bis zu sechs Stunden im Einsatz

Vor rund fünf Jahren wurde der Park an seinem jetzigen Standort aufgebaut, vorher war er zwischen Wiedhag und Iseler zu finden - am Honigbichl. Daher auch der Name «Honeyhills». Kroll arbeitet mittlerweile in Augsburg, ist aber immer noch viel im Park: «Wenn was ist, dann kommt man halt und arbeitet im Park fünf oder sechs Stunden.» Das so genannte «Shapen» steht jeden Tag auf dem Programm, zusätzlich präparieren ihn die Liftfahrer jeden Abend. «Die Zusammenarbeit ist da wirklich gut», sagt Kroll.

Der Lift geht direkt am Park hoch, ein praktischer Standort, findet Kroll. «Da sieht man beim Hochfahren, was die anderen Fahrer so machen und kann sich die Hindernisse anschauen.» Oben geht es vom Lift direkt in die Anlage. Die schmale Einfahrt ist allerdings abgesperrt und mit Hinweisschildern versehen.

«In den Park sollen auch wirklich nur Leute, die einigermaßen fahren können», lässt der Oberjocher Experte wissen.

Dann aber können die «Obstacles» in einem Rutsch durchfahren werden. «Alle stehen in einer Linie», erklärt Kroll, «Man muss kein einziges auslassen.»

Die Hindernisse werden von den Fahrern selbst gebaut. Diese lassen sich von großen amerikanischen Parks inspirieren. Die Fahrkultur sei dort anders, erläutert Kroll, die Parks größer und die «Obstacles» kreativer. Eine Annäherung findet sich in dem alten Gastank, der in diesem Winter neu dazu gekommen ist (siehe Infokasten). «Wir wollen einfach einen abwechslungsreichen Park, von Snowboardern für Snobarder.» Kroll selbst fährt Ski.

Durch die Ausrichtung der Anlage ergebe sich ein durchaus seltenes Bild: «20 Snoboarder und fünf Skifahrer. Das gibt es sonst nicht.» Skier seien durch den Vormarsch der Twin-Tip-Bretter in anderen Parks meist stärker vertreten. Der «Honeyhill Park» ist aber als reiner «Chippark» angelegt, hat also viele Rails und Slides: «Das sieht einfach besser aus, wenn du das mit dem Snowboard fährst», sagt Kroll. Neue Kicker, also Sprünge, seien schon vom Platz her nur schwer einzubauen. Man müsse immer einen Kompromiss finden zwischen den Freizeitfahrern und denen mit höheren Ansprüchen:

«Es soll schon «Obstacles» geben, die man fahren kann, die aber nicht jeder fährt.» So wie das S-Rail. Vom Niveau ist für jeden etwas dabei. Der Gastank sei zum Beispiel für alle gut fahrbar, während das S-Rail ganz anderes Können erfordere: «Da freut man sich schon, wenn man nach zehn Fehlversuchen einmal drübergekommen ist», meint Kroll.

Infos unter Telefon 08324/973784

www.honeyhills.de>

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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