Füssen
Ein ganz besonderer Jahrgang sagt Adieu

Ein in vielerlei Hinsicht besonderer Jahrgang wurde heuer an der Johann-Jakob-Herkomer Realschule Füssen verabschiedet. Auf eine Premiere machte gleich zu Beginn Konrektor Peter Track aufmerksam, als er die Eltern und Schüler des ersten Abschlussjahrgangs der sechsstufigen Realschule (R6) begrüßte.

Nicht alltäglich, aber ebenfalls sehr erfreulich: Zum ersten Mal seit 17 Jahren haben alle Schüler die Abschlussprüfung bestanden. «Darauf sind wir sehr stolz», betonte Schülersprecherin Tugba Dikmen, die zusammen mit Lisa Herb den Johann-Jakob-Herkomer-Sozialpreis für besonderes soziales Engagement entgegennehmen durfte.

Eine weitere Besonderheit hob Schulleiter August Luitz mit der kalendarischen Bedeutung des Abschlussjahrgangs hervor: Es ist der 50. seit Bestehen der Realschule. In seiner Laudatio setzte er sich mit dem «Lob der Disziplin» in Anlehnung an die gleichnamige pädagogische Streitschrift von Bernhard Bueb auseinander.

Dabei unterstrich Rektor Luitz die unterschiedlichen Auffassungen von Disziplin: Sie werde gegenwärtig einerseits vermisst, andererseits aber wolle niemand deren frühere Härte zu spüren bekommen.

Im Schulalltag setzt der Rektor auf eine angemessene Mischung: «Für die Realschule Füssen bildet die Disziplin den Rahmen, in dem man sich entfalten kann.» Und weiter: «Aber eine von Offenheit, Diskussion und Kompromiss geprägte demokratische Erziehung wollen wir umsetzen.» Diese Form einer mitunter anstrengenden, aber gewinnbringenden Pädagogik sieht er am Beispiel der Abschlussschüler bestätigt: «Ihr habt euch super entwickelt und jetzt macht weiter so!»

Viel Applaus gab es nicht nur bei den zahlreichen musikalischen Darbietungen, sondern auch bei der Übergabe der Abschlusszeugnisse sowie der Ehrung der Jahrgangsbesten. Insgesamt 14 Schüler schafften die begehrte «1» vor dem Komma und erhielten als Anerkennung für ihre Leistungen einen Buchgutschein überreicht.

Passend zu den Saxofon-Klängen von «My way» begleitete Tobias Heiserer seine Mitschüler am Ende des zweistündigen Festakts auf den ersten Schritten ihres «Weges» in einen neuen Lebensabschnitt.

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